Investition von 8 Mio. Euro

Homberger Gewerbegebiet: Arbeiten sollen im August beendet sein

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Arbeiten im Gewerbegebiet: Die ehemaligen Kasernengelände sollen sich zu Gewerbegebieten entwickeln. Die Grafik zeigt die Flächen im Gewerbegebiet Süd, die von der Hessischen Landgesellschaft vermarktet werden und die verkauften Flächen. Dachdecker Nils Bottenhorn (links) ist der erste, der in der ehemaligen Ostpreußenkaserne gebaut hat. Bauarbeiten laufen auch in der ehemaligen Dörnbergkaserne. Steffen Jenau war dort mit einem Bagger unterwegs. Fotos/Grafik: Yüce/HLG

In die ehemalige Ostpreußenkaserne und in die einstigen Dörnbergkaserne werden knapp 8 Mio. Euro investiert. Bis Ende August sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Bauarbeiten im Homberger Gewerbegebiet laufen auf Hochtouren: Auf knapp 2000 Quadratmetern wurden Parkplätze erneuert oder geschaffen, 4,56 Kilometer Fugen in den Betonfahrbahnen saniert, 79 neue Straßenlampen gesetzt, vier Kilometer Kabelleerrohre verlegt, knapp vier Kilometer Kanal und 117 Schächte wurden saniert. Außerdem wurde ein Kilometer Wasserleitung erneuert beziehungsweise gebaut. Und das ist nur ein Teil dessen, was seit 2014 in den ehemaligen Kasernengeländen erledigt wurde. Bis Ende August sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein, sagt Nils Arndt, technischer Leiter des Bauamtes. Das sei ein sehr sportliches Ziel, deshalb arbeiten vier Firmen parallel.

Insgesamt fließen 7,825 Mio. Euro in das Gewerbegebiet. „Bisher wurden Arbeiten in Höhe von 5,06 Mio. Euro vergeben“, so Arndt. Die Stadt erhält eine Förderung des Landes von 1,75 Mio. Euro.

Nach der Fertigstellung müsse das ehemalige Bundeswehrgelände die Anforderungen an ein Gewerbegebiet erfüllen. Das sei mit viel Arbeit verbunden, denn nicht nur, dass die vorhandenen Gehwege marode gewesen seien, es habe zum Beispiel auch keine Versorgungsleitungen für Strom und Telefon gegeben, erklärt Arndt und betont: „Es ist kein Luxusausbau.“

Insgesamt habe es sechs Grundstückskäufe gegeben, so Arndt. Der Erste, der in der ehemaligen Ostpreußenkaserne gebaut hat, ist Zimmer- und Dachdeckermeister Nils Bottenhorn.

Er schätzt vor allem die Nähe zu Homberg, sagt er. Außerdem war sein Gelände nicht erschlossen und dadurch günstiger als das erschlossene Gewerbegebiet bei Remsfeld, erklärt Bottenhorn. Eine Halle und ein Bürogebäude hat er bereits errichtet. Eine Ausstellungsfläche soll folgen. „Ich bin in Homberg fest verwurzelt und froh, dass es das neue Gelände gibt.“ Zwar habe er nicht viele Nachbarn, doch scheine sich langsam etwas zu entwickeln.

„Es sind weitere Interessenten vorhanden“, sagt Arndt. Noch könne er nicht mehr dazu sagen. Auch zu der Anzahl der Arbeitsplätze, die in den Gewerbegebieten entstanden sind, macht die Stadt noch keine Angaben. Nils Bottenhorn wird da konkreter: „Ich habe vor fünf Jahren mit drei Mitarbeitern angefangen. Ab Juni werden wir komplett an unserem neuen Standort sein - dann mit fünfeinhalb Leuten“, sagt der 27-Jährige. Seit die Tore zum Gelände geöffnet seien, kämen mehr Kunden. „Sie sehen, dass hier etwas passiert. Das ist gut.“

Mit vergleichsweise wenig Aufwand sei der technische Bereich - die Hallen - für Gewerbetreibende zu nutzen, so Arndt.

Die Mannschaftsunterkünfte in Büroräume umzuwandeln sei nicht immer so einfach. Grund: In einigen der Gebäude gebe es großen Sanierungsbedarf. Er hoffe darauf, dass sich produzierendes Gewerbe in dem Gewerbegebiet ansiedeln wird und Arbeitsplätze entstehen: „Die Voraussetzung dafür schaffen wir gerade“, sagt Arndt.

Im Homberger Gewerbegebiet zahlt man für bebaute Grundstücke 30 Euro je Quadratmeter, für nutzbare Freiflächen 15 Euro, für nutzbare Freiflächen, die ohne Untergrundbefestigung genutzt werden können, 23 Euro, für Flächen Dienstbarkeiten acht Euro und für nicht nutzbare Grünflächen einen Euro.

Quelle: HNA

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