Neues Jugendzentrum: Altlastensanierung des alten Gaswerks startet bald

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Wird zum Jugendzentrum: Das alte Gaswerk in Homberg wird für 640 000 Euro saniert. Jugendliche haben ihre Vorschläge in die Umbauarbeiten eingebracht.

Homberg. Der Weg vom ehemaligen Gaswerk hin zu einem Jugendzentrum ist ein weiter. Die ersten holprigen Schritte sind gemacht, nach langer Diskussion haben sich die Stadtverordneten für die Umnutzung des Gebäudes entschieden.

Im Frühjahr soll ein weiterer Schritt folgen: „Die Altlastensanierung beginnt und soll bis zum Sommer abgeschlossen werden“, sagt Architekt Jochen Gontermann.

Treue Wegbegleiter seien einige Homberger Jugendliche gewesen, sagt Gontermann und freut sich über deren Beteiligung an einer Planwerkstatt. „Sie haben ihre eigenen Vorstellungen mit in die Planungen eingebracht und die hatten nichts zu tun mit dem, was wir eigentlich für sie in den Räumen geplant hatten“, sagt Gontermann und lacht.

Jugendliche an der Seite

Es sei gut, dass er als Architekt die Jugendlichen und die Stadtjugendpflege an der Seite habe. „Wir wollen das Jugendzentrum nicht an den Jugendlichen vorbei planen, das wäre töricht.“ So gebe es in den neuen Planungen ein Mädchenzimmer – auf ausdrücklichen Wunsch der Mädchen. Außerdem räumt Gontermann zufrieden ein, dass die gemeinsam gefundene Lösung noch besser als die ursprüngliche sei. Die Identifikation mit dem Gebäude und den Plänen sei bei den 12- bis 18-Jährigen jedenfalls groß. „Sie freuen sich darauf. Manche wollten gleich mit der Arbeit loslegen und Mauern stemmen“, sagt Gontermann. Doch sei es noch lange nicht soweit.

Einzug nach einem Jahr

Im Sommer werde man voraussichtlich mit der Innensanierung beginnen. Und mit dem Ende der Bauarbeiten rechnet Gontermann dann Ende nächsten Jahres. „Das ist möglich“, sagt er. 2014 könnte das Haus dann von den Jugendlichen in Beschlag genommen werden. „Es können verschiedene Aktivitäten wie Theater, Kochen, Musik, Essen, Sport, Tanz und mehr stattfinden“, sagt Gontermann. Die Innenausstattung sei teils multifunktional. „Wichtig ist auch, dass alle Bereiche von der Jugendpflege beziehungsweise der Aufsicht einsehbar sind. Daher wird das Haus seinen Hallencharakter behalten und zugleich eine neue, sinnvolle Lösung sein.“

In einem der Nebengebäude werde man eine Heizung installieren und das zweite Gebäude diene als Werkstatt zum Beispiel für Holz- und Metallarbeiten.

Der Architekt der Stadt betont, dass durch die Änderung sich an der finanziellen Planung nichts geändert habe. 640 000 Euro betragen die Gesamtkosten, über 70 Prozent davon sind Zuschüsse. „Es gibt keine hochtechnologische Luxusvariante. Wir reden von Stahlbau, Backsteinen und Glas“ Ihn freue es besonders, dass der Industriecharakter des Hauses erhalten bleibe: „Das ist keine leichte Aufgabe aber es ist der richtige Weg.“

Quelle: HNA

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