Spenden für Renovierung des Gotteshauses

Neues Kreuz für Evangelische Stadtkirche in Borken: Goldschimmer über der Stadt

Borken. Es ist 20 Kilo schwer und strahlt im frisch vergoldeten Glanz: Das Kreuz der Evangelischen Stadtkirche Borken wurde in einer Feierstunde wieder auf den 35 Meter hohen Kirchturm gehievt. Das Gotteshaus wird zurzeit renoviert und ist eingerüstet.

Für alle sei dies ein besonderer Moment, sagte Pfarrer Matthias Kämpfer und freute sich über eine große Zahl von Gästen vor der Kirche. Bei seiner Andacht hob er hervor, dass das Kreuz auf der Spitze des Kirchturms das Zentrum christlichen Glaubens sei.

Der Zahn der Zeit habe an der Kirche genagt, meinte Reinhold Albers von der Stadtsparkasse Borken. Mit Unterstützung der Sparkasse war die Vergoldung des Kreuzes möglich geworden.

Die Kosten für die Renovierung der Kirche und Vergoldung des Kreuzes belaufen sich auf insgesamt 160 000 Euro. Der geschätzte Kostenrahmen solle auch eingehalten werden, betonte Architekt Volker Elsasser. 1995 habe Borkens Stadtkirche ihren 150. Geburtstag gefeiert, daran erinnerte Bürgermeister Bernd Heßler. Eine Hülse mit einer Urkunde, bestückt mit zeitgeschichtlichen Dokumenten für die Nachkommen, mit Bauunterlagen, einem Geldbetrag, den Namen der Förderer, Unterstützer, beteiligten Unternehmen, einer HNA und einem Borkener Blättchen, wurde auf den Kaiserstiel aufgesetzt, darüber kam das vergoldete Kreuz. Kaiserstiel wird das senkrecht stehende oberste Bauteil der Dachkonstruktion genannt, das das Kreuz trägt. Die Urkunde hatte Gerhard Möller in Schönschrift geschrieben. Musikalisch umrahmt wurde der feierliche Akt vom Bläserchor Borken unter Leitung von Michael Schmidt. Ein Kran der Firma Regel aus Baunatal hob das Kreuz in die Höhe.

Vor Weihnachten soll die Renovierung abgeschlossen sein. Ein Gerüstteil wird bereits heute abgebaut. Die Kosten, die beim Restaurieren des Kirchenschiffes anfallen, stehen noch nicht fest. (zgh)

•Kontakt: Pfarrer Matthias Kämpfer, Borken , Tel. 0 56 82/ 2511, Internet: www.ev-kirche-borken.de

Hintergrund: Taufstein ist über 900 Jahre alt

1843 wurde der Grundstein für die heutige Stadtkirche gelegt. Sie entstand an dem Ort, an dem 1841 das alte Gotteshaus abgerissen wurde. Zuvor wurden Glockenstuhl, Altarsteine, Predigtstuhl, Kirchenuhr, Orgel und Kanzel ausgebaut, um sie in die neue Kirche einzubauen. Auch ein alter Taufstein aus dem Jahre 1100 schmückt die Kirche. Beim Abbruch der Vorgängerkirche wurde er für sieben Taler verkauft und als Springbrunnen und Futtertrog verwendet. Erst 1954 kam er wieder in den Besitz der evangelischen Gemeinde. 1973 wurde der Taufstein restauriert und in der Stadtkirche aufgebaut. (zgh)

Quelle: HNA

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