Premiere im Dr. Blass-Theater strapazierte die Lachmuskeln des Publikums

Steckt ziemlich in der Bredouille: Fritz Schmitz – gespielt von Fredy Knaak – wird zum Spielball der Frauen. Gudrun Mittelstrasser als Guste (links) und Christina Reinbold als Cleo wollen ihn beide für sich haben. Fotos: Koch

Felsberg. Schon bevor sich am Samstagabend der Vorhang im Dr. Blass-Theater in der Felsberger Pension Wagner für die Premiere der Landeier öffnete, war die Stimmung im Publikum ausgelassen. Als dann die Akteure die Bühne betraten, gab es kein Halten mehr.

Kurzclip zur Premiere im Dr. Blass-Theaters: Landeier spielen "Die Landeier"

Gespielt wurde eine Neuauflage von „Die Landeier“ in drei Akten. Das Stück war vor mehr als zehn Jahren Namensgeber für die kleine Theatergruppe. In einem liebevoll gestalteten Bühnenbild, das Felsberg mit seinen drei Burgen zeigt, betreiben Josefine Eiermeier und ihre Schwester Guste gemeinsam mit Knecht Wolfi einen Bauernhof. Dieser ist Objekt der Begierde von Guste. Das lässt sie ihn auch unmissverständlich spüren. Allerdings scheint Wolfi kein großes Interesse an der resoluten und nicht ganz so hellen Bäuerin zu haben. Doch die hat schon einen Plan: Um den Mann ihres Herzens eifersüchtig zu machen, hat Guste einem gewissen Herrn Chiffre von einer Zeitungsannonce geschrieben. Der soll nun auf den Hof kommen, damit Wolfi sieht wie begehrenswert Guste ist. Auch Josefa möchte eine bisschen nachhelfen, um ihre Schwester unter die Haube zu bringen. Sie selbst ist verliebt in den Hotelbesitzer Konrad Neureich, ziert sich aber noch ihn zu heiraten.

Für besonders viele Lacher sorgte Gustes Logik, die nicht immer nachvollziehbar war: „Der Hahn kräht so früh, weil: Wenn die Hühner anfangen zu gackern, kommt er nicht mehr zu Wort.“ oder „Die Eier sind leer, weil die Hühner die Pille nehmen.“

Als Stadtpflanze Cleo auf dem Bauernhof ankommt, um dort Urlaub ohne jeden Pipapo zu machen, hat Guste Angst um ihren Wolfi. Der scheint nämlich ein Auge auf die Städterin mit den knallroten Haaren geworfen zu haben. Als Fritz Schmitz auftaucht, hellt sich Gustes Stimmung jedoch blitzschnell auf. Den hält sie fälschlicherweise für ihren Herrn Chiffre. So „verzählt“ Guste ihm erstmal, wie es mit den „Männers“ bei ihr bisher gelaufen ist. Warum Fritz wirklich auf dem Hof ist, sagt er Josefa zu Liebe nicht. Dann wirft auch noch Cleo ein Augen auf ihn. Und so wird Fritz zum Spielball der Frauen, bis er – nach einigen Versuchen sich mit seinem Schlips zu erhängen – in Unterhosen endet.

In ihren Rollen gingen die Schauspieler voll und ganz auf. Auch wenn sie nichts sagten, sorgte ihre ausdrucksstarke Mimik und Gestik für prustende Lacher. Besonders hervor stach neben Gudrun Mittelstrasser als Guste, Fredy Knaak als Fritz. Er ließ für die Vorstellung nicht nur die Hose fallen, sondern machte sich auch klitschnass.

Von Verena Koch

Quelle: HNA

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