Ökomodellregion startet in die Verlängerung

Neues Logo zeigt regionale Bio-Produkte

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Knalliges Logo: Produkte aus dem Landkreis Kassel erkennen Verbraucher künftig an dem pinkfarbenen Label mit grüner Schrift. Bis 2020 soll es am Markt fest verankert sein. 

Wolfhager Land. Der Landkreis Kassel und der Werra-Meißner-Kreis werden bis 2020 weiter als Ökolandbau-Modellregion Nordhessen (ÖMR) zusammenarbeiten.

Dies teilte jetzt das Umweltministerium mit und gab eine Förderzusage. Angelegt war die im September 2015 gestartete Leuchtturm-Kooperation ursprünglich nur für zwei Jahre. 

Ziel der Modellregion ist es, den Anteil an Öko-Lebensmitteln aus regionaler Erzeugung mit kurzen, transparenten Vermarktungswegen zu steigern – und zu kennzeichnen. Mit einem neuen auffälligen Logo. Bisher arbeitet die ÖMR sehr erfolgreich: In den Förderjahren 2016 und 2017 stellten im Landkreis Kassel 18 Betriebe auf Bio-Landwirtschaft um. Sechs Prozent der Ackerbauflächen im Kreis wurden zu Projektbeginn biologisch bewirtschaftet, Ende 2016 waren es schon 7,5 Prozent. Größere Projekte wurden umgesetzt. Unter anderem werden gemeinsam mit der Grimm-Heimat Äpfel von den Streuobstwiesen im Landkreis Kassel zu Bio-Apfelchips verarbeitet und verkauft.

Auch in den kommenden Jahren soll der Anbau, die Verarbeitung und der Vertrieb von Bio-Lebensmittel weiter angekurbelt werden sowie neue Arbeitsplätze geschaffen werden. „In den nächsten Monaten arbeiten wir daran, mehr regionale Produkte in die Hofläden zu bringen“, erklärt Koordinatorin Silke Flörke. Ein weiteres Thema sei die Schaffung einer regionalen Logistik und die Veranstaltung von Ökowochen. Die Modellregion wird vom Land mit 50 000 Euro, sowie den beiden Landkreisen, Bauernverbänden und anderen Organisationen bezuschusst.

Hessen fördert Ökolandbau

Die Ökolandbau-Modellregion ist Teil des Aktionsplans, mit dem der Anteil des biologischen Landbaus in Hessen deutlich gesteigert werden soll. Damit wird dem Wunsch einer wachsenden Anzahl von Verbrauchern nach regionalen Öko-Produkten Rechnung getragen. 2015 hatten der Landkreis Fulda, der Wetteraukreis und eine Kooperation der Landkreise Kassel und Werra-Meißner den Zuschlag erhalten. Die Koordinationsstelle für den Kreis Kassel hat ihren Sitz in der Domäne Frankenhausen bei Grebenstein. Das Projekt war ursprünglich auf zwei Jahre, bis Ende 2017 angelegt und wird jetzt um drei Jahre verlängert.

Quelle: HNA

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