Nachwuchs unter drei Jahre wird in Jesberg ab sofort in einer Gruppe betreut

Neues Nest für Krippenkinder

Anstrengend und bereichernd ist es mit den Krippenkindern: von links Nele, Leiterin Petra Drüsedau, Kiara, Madita, Erzieherin Anna Martl und Jasmin. Foto: Hebeler

Jesberg. „Ein rundherum schöner Arbeitsplatz“, schwärmen die Erzieherinnen des Kindergartens in Jesberg. Für die unter Dreijährigen wurde ein neuer Gruppenraum geschaffen, der groß, hell und sehr spannend eingerichtet ist. Anna Martl und Annika Schucht leiten die neue Gruppe der „Hummeln“.

Erstaunlicherweise bereite es den Krippenkindern wenig Probleme, allein ohne Mama dazubleiben, berichtet Petra Drüsedau, Leiterin der Kindertagesstätte. Aber die Mütter dürften selbstverständlich am Anfang dabeibleiben. „Es ist notwendig, dass die Kinder Kontakte mit Gleichaltrigen haben“, erklärt sie das Konzept. „Von den Kindern werden wir als Bezugsperson erstaunlich schnell akzeptiert.“

Geld vom Land für Umbau

Für die neue Herausforderung hätten die beiden Erzieherinnen Fortbildungen besucht, um allen Situationen gewachsen zu sein.

Noch ist die Krippe nur vier Stunden vormittags geöffnet, es sei aber angedacht, das Angebot auf eine ganztägige Betreuung auszudehnen, sagt Drüsedau.

Einstimmig hatte die Gemeindevertretung damals das Bauprojekt beschlossen.

Per Kinderförderungsgesetz waren sie aufgefordert, die Betreuung von unter Dreijährigen sicher zu stellen, und Bürgermeister Günter Schlemmer schöpfte mit der Rekordbauzeit von nur vier Monaten alle Fördermöglichkeiten aus.

Oma gesucht

Trotz allem kostet der Anbau, der Umbau der oberen Räume und deren Einrichtungen noch 270 000 Euro, wovon 173 000 Euro vom Land übernommen wurden. Für zehn Kinder ist die Betreuung geschaffen, acht sind inzwischen bereits verbindlich angemeldet.

In dieser Altersgruppe muss immer eine Erzieherin für zwei Kinder zur Verfügung stehen. Für die Gemeinde bedeute dies, dass künftig mehr Ausgaben für Löhne in der Verwaltung anfallen. Der Kindergartenplatz kostet für die Eltern der Krippenkinder 100 Euro und damit nur zehn Euro mehr als für die älteren Kinder. WEITERE ARTIKEL

Von Helga Hebler

Quelle: HNA

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