Neues Zuhause für Wildbienen im Wildpark Knüll

+
Bienenhotel und Informationstafeln für Besucher: Hinter den Holztäfelchen verstecken sich Überraschungen für Kinder. Angehende Erzieherinnen und Berufsschüler bauten beides.

Homberg/Ziegenhain. Diese Projektarbeit kommt der Allgemeinheit zugute: Die angehenden Erzieherinnen im zweiten Ausbildungsjahr an der Berufsschule in Ziegenhain, Nicole Pietzner, Mara Eschinger und Saskia Herche, bauten gemeinsam mit Schülern im Wildpark Knüll ein Insektenhotel.

Dort können nun die Besucher Wildbienen und Marienkäfer beobachten und lernen auch etwas über den Wohnraum des Holzkäfers oder des Ohrwurms. Eine Tafel mit kleinen Bildchen informiert über die Bewohner in der neuen Unterkunft.

Es sei nicht so, dass die Tierchen keinen natürlichen Lebensraum im Wildpark hätten, erklärte der Leiter der Einrichtung, Dr. Wolfgang Fröhlich. Aber in dem kleinen Häuschen könnten sie beobachtet werden. Es sei Anregung für die Besucher, eine solche Unterkunft für Nutztiere im eigenen Garten nachzubauen. „Flohfliegen fressen Blattläuse, was manchen Gärtner erfreuen würde“, sagte er. Jeder könne helfen, solche Lebensräume zu erhalten.

In der vergangenen Woche suchten die Schüler Tannenzapfen und Steine und bohrten Löcher in Holzscheite. Dort sollen sich die Insekten gemütlich einrichten. Im Stroh fühle sich der Ohrwurm wohl, und die Solitärbiene bevorzuge steiniges Terrain.

Sara Engelbrecht, Umweltpädagogin im Wildpark, begrüßte die Idee. Der Standort nahe der Blumenwiese sei ideal, die Nachbarschaft passe zusammen. Die Tiere würden sich wohl schnell das Terrain zum Überwintern sichern, vermutet sie. Ein Insektenhotel habe es bisher im Wildpark nicht gegeben. „Wir wollten es schon lange bauen, waren aber bisher nicht dazu gekommen.“

Neue Arbeitsfelder

Die angehenden Erzieherinnen haben ihnen dies nun abgenommen und dazu noch einen pädagogischen Zweck erfüllt. Die Gruppenarbeit stärke den Zusammenhalt der Berufsschüler und sie sozialen Fähigkeiten, es seien auch einige Flüchtlinge unter ihnen. Erzieherinnen im ersten Lehrjahr biete die Projektarbeit Einblick in mögliche Arbeitsfelder, sagte Nicole Pietzner.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare