Neujahrsempfang Edermünde: Eine Gaststätte für Besse

Demokratie ist kein Schönwetter: Karl-Christian Schelzke.

Edermünde. Das neue Jahr sei gerade mal 23 Tage alt und schon rede man wieder über das liebe Geld, scherzte Tobias Hagen im großen Saal der Besser Mehrzweckhalle. Und Hagen, hr4-Mann und Moderator der Veranstaltung, hatte Recht.

Denn unter der Überschrift: „Fit für die Zukunft trotzt knapper Finanzen“ hatte die Gemeinde Edermünde zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang eingeladen.

Dieser Tag biete auch eine gute Gelegenheit, kurz vor den Wahlen der Gemeindevertretungen und der Kreistage Bilanz zu ziehen, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Färber in seiner Festansprache.

Edermünde präsentiere sich als ein fortschrittliches Gemeinwesen mit einer ansehnlichen öffentlichen Infrastruktur und vielen sportlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Angeboten. Zudem habe sich Edermünde mit seiner familienfreundlichen Politik und einer Kinderbetreuung ab dem ersten Lebensjahr als attraktiver Wohnstandort für junge Familien entwickelt.

Mit dem Jahreswechsel sei auch das Ziel erreicht worden Betreuungs- und Bildungsangebote für Kindergartenkinder kostenfrei anbieten zu können.

Neujahrsempfang in Edermünde

In Holzhausen, Grifte und Haldorf habe man noch ein gutes Angebot an Gastronomiebetrieben – in Besse sehe es diesbezüglich mau aus. So lautete denn auch die Antwort von Sigrid Passek und Ulrike Albert auf die Frage, was sie sich für ihre Heimat im neuen Jahr denn wünschen würden: „Eine hübsche Gaststätte für Besse.“ Die beiden Frauen gehörten zu den 350 Gästen des Empfangs, darunter Vertreter aus Politik, Kirche, Banken, Vereinen und Verbänden. Ebenso Anne-Christel Klüttermann, Vorsitzende des Heimat- und Geschichtsvereins Besse und Ehemann Lothar. Ihr Wunsch: bald ein Heimatmuseum in Besse zu haben.

„Kommunalpolitik als Beruf oder Berufung“ lautete die Überschrift des Vortrages von Karl-Christian Schelzke, Rechtsanwalt und Direktor des Hessischen Städte- und Gemeindebundes. Selbst einst als Bürgermeister aktiv, gab er zu bedenken: „Demokratie ist keine Schönwetterveranstaltung, sondern die bestmögliche Regierungsform, die jahrhundertelang hart erkämpft werden musste.“

Verantwortungsgefühl, so Schelzke, meine auch die Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung. Und dies könne sehr wohl auch der Beginn von Leidenschaft für die Sache der kommunalen Selbstverantwortung sein. Seine Bitte: „Nehmt auf eure Kommunalpolitiker mehr Rücksicht. Ihr müsst sie nicht lieben, aber ihr solltet versuchen, sie zu verstehen.“

Quelle: HNA

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