440 Gäste in der Stadthalle

Videogrüße aus Mali: Soldaten berichteten beim Fritzlarer Neujahrsempfang 

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Berichteten per Video-Telefonier live aus Camp Castor in Mali: Major Kienzle und Hauptmann Eifler.

Fritzlar. Der Einladung zum Neujahrsempfang der Stadt Fritzlar und dem Kampfhubschrauber Regiment 36 waren am Wochenende über 440 Gäste in die Fritzlarer Stadthalle gefolgt.

In seiner Ansprache blickte Bürgermeister Hartmut Spogat auf die markanten Geschehnisse des vergangenen Jahres zurück: Dazu zählten das Fronleichnams-Jubiläum, der Brand im Hospital, der Hubschrauberabsturz in Mali sowie der Hessische Familientag und der Geburtenrekord im Hospital.

440 Gäste in der Fritzlarer Stadthalle: Einmal mehr hatten die Stadt Fritzlar und das Kampfhubschrauberregiment 36 zu einem gemeinsamen Neujahrsempfang eingeladen. Neben dem Rückblick stand auch ein Ausblick auf die kommenden Termine im Mittelpunkt. 

Große Ereignisse werfen in der Dom- und Kaiserstadt ihre Schatten voraus. So ist das barrierefrei Bürgerbüro in den ehemaligen Rolandstuben in der Planung, auf der Rathausrückseite soll ein Aufzug gebaut werden und in Züschen und Rothhelmshausen stehen größere Straßenbauarbeiten an. Dazu wird in Lohne das Dorfgemeinschaftshaus für 420.000 Euro energetisch saniert.

Im März soll im Stadtteil Geismar die neue Kindertagesstätte unterhalb vom Dorfgemeinschaftshaus eröffnet werden und die Ortsdurchfahrt in Geismar wird in einer Gemeinschaftsaufgabe von Stadt und Hessenmobil für 850.000 Euro saniert. Mit dem Bau begonnen wird auch mit der neuen Spickebrücke über die Eder Höhe Festplatz.

Ein überregionales Ereignis wird vom 15. bis 17. Juni der Deutsche Landjugendtag sein, zu dem über 1000 Besucher in der Ederau erwartet werden.

Im Jahresrückblick des Kommandeurs des Kampfhubschrauberregiments 36, Oberst Dr. Volker Bauersachs, stand der tragische Tod der beiden Tiger-Piloten in Mali. Der enge Zusammenhalt und die Anteilnahme könnten das Geschehene nicht rückgängig machen, aber Trost spenden bei solch schweren Schicksalsschläge, so der Kommandeur. In diesem Zusammenhang dankte Dr. Bauersachs den Kirchenvertretern um Kaplan Jürgen Kämpf, der Stadt Fritzlar sowie den Bürgern für die Unterstützung bei der Trauerfeier sowie die große Anteilnahme.

Liveschaltung per Skype: Soldaten berichten aus Mali

In den Mittelpunkt seiner Neujahrsansprache stellte Dr. Volker Bauersachs den Einsatz in Mali. Höhepunkt war eine Liveschaltung per Skype in das Camp Castor. Hier berichteten Major Kienzle und Hauptmann Eifler über die Arbeit vor Ort mit einem Filmbericht. Das Ende des Einsatzes ist für Ende Juni vorgesehen. Damit endet der Einsatzflugbetrieb am 30. Juni mit der letzten Landung eines Tigers beziehungsweise eines Hubschraubers NH 90 in Gao. Danach beginnt die Rückverlegung nach Deutschland

Bei der Bundeswehr stehen darüber hinaus weitere Termine an. Bereits am 8. Februar wird die Georg-Friedrich-Kaserne von den Narren erstürmt und beim Hessentag in Korbach Ende Mai/Anfang Juni wird ein abgerüsteter Tiger als Ausstellungsstück den Platz der Bundeswehr bereichern. Am 31. August findet in der Kaserne das traditionelle Bundeswehrbiwak statt. Dazu ist für das dritte Quartal ein Rückkehrerappell für die Soldaten aus Mali geplant.

Musikalisch begleitet wurde der Neujahrsempfang durch das Schulorchester der Fritzlarer Ursulinenschule unter der Leitung von Eva-Maria Heupts und Michael Siegel.

Quelle: HNA

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