Delegation aus polnischer Partnerstadt zu Gast

Neujahrsempfang in Gudensberg: Europa ist ein Erfolgsmodell

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Partner, die Europa als Einheit sehen und weiter vorwärts bringen wollen : von links der Abgeordnete für Niederschlesien/Polen, Jacek Pilawa, Bürgermeister Frank Börner und Stadtverordnetenvorsteher Walter Pippert aus Gudensberg, vorne Bogdan Szscesniak, Bürgermeister der polnischen Partnerstadt Jelcz-Laskowice, beim Eintrag ins Goldene Buch der Stadt.

Gudensberg. Das klare Bekenntnis zur europäischen Partnerschaft und zur Zusammenarbeit auf vielen Ebenen stand im Mittelpunkt des Neujahrsempfangs der Stadt Gudensberg

Zu Gast war eine Delegation aus der polnischen Partnerstadt Jelcz-Laskowice. Deren Bürgermeister Bogdan Szscesniak lud die Gäste ein: „Kommt zu uns, schaut, was passiert ist in den vergangenen 30 Jahren!“ Der Wandel zu einer offenen Bürgergesellschaft sei geschafft - und das auch dank des Beitritts Polens zur Europäischen Union im Jahr 2004.

„Wir haben erfahren, was es heißt, in einer Gemeinschaft freier Länder zu leben“, betonte er. Die Partnerschaft mit Gudensberg sei wichtig für die weitere Entwicklung. Angesichts der aktuellen Probleme vom Terrorismus über Brexit bis zu einem „unberechenbaren Mann an der Spitze der USA“ könne man versucht sein, den Mut zu verlieren, aber man wolle, gemeinsam mit den Partnern in Europa, die Herausforderungen mutig angehen.

Gelegenheit zum Plaudern: Das nutzten von links Tobias Schulte, Landrat Winfried Becker, Ewa Parna, Michael Kreutzmann und Rebecca Möller.

Gudensberg sei stolz darauf, dass man mit vielen Partnergemeinden, ob im Ausland oder in der direkten Nachbarschaft, so gut kooperiere, sagte Bürgermeister Frank Börner. Euro-Skeptikern hielt er entgegen, dass „unser Leben, unser Wohlergehen vor allem abhängig von einem einigen Europa“ sei. Dass man in Deutschland seit über 70 Jahren in Frieden und Freiheit lebe, sei kein Zufall und keine Selbstverständlichkeit Und er wies darauf hin, dass Europa nicht nur in Polen, sondern überall, auch in Gudensberg, tagtäglich sichtbar und erlebbar sei. Man müsse nur hinschauen und darüber reden. „Europa ist ein Erfolgsmodell“, betonte er.

Als Mut machende Initiative bei der Aufgabe zur Integration der Flüchtlinge nannte Börner die Anti-Rassismus-Kampagne der Gudensberger Jugendfußballer mit ihrem Video, das bisher schon über 21 000 Mal auf Facebook angeklickt worden sei.

Europa als eine der innovativsten Regionen der Erde profitiere vom System des gemeinsamen Wissens, sagte Festredner Jacek Pilawa, der im Landtag von Niederschlesien sitzt. Die deutsch-polnische Versöhnung, die von manchen noch als „Wunder“ angesehen werde, sei nicht rückgängig zu machen, die Verflechtungen würden weiter zunehmen.

Sie spielten locker auf: Die Band Mikado Sphinx mit von links Ewa Parna (die als gebürtige Polin auch polnisch sang), Andreas Köthe und Rebecca Möller, am Schlagzeug Tobias Schulte.

Bedürfnis nach Kontakten 

Trotz aller Krisen sei das Bedürfnis nach engeren und mehr Kontakten wichtig, zum Beispiel als Partnerschaft der Regionen, etwa zwischen Hessen und Niederschlesien. Das sei auch eine Reaktion auf die Globalisierung.

„Es gibt immer noch viele Klischees, die leider stärker als schwächer werden“, sagte Pilawa. Dem gelte es zu begegnen - mit internationalen Begegnungen am besten.

Nach dem offiziellen Teil des Empfangs nutzten die vielen hundert Gäste die Gelegenheit zu Begegnungen und Gesprächen.

Quelle: HNA

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