Stadtparlament sagt grundsätzlich Nein

Neukirchen: Keine Waldbestattung im Angersbachtal

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Urnenbestattung im Wald: In Neukirchen soll dies nicht Realtität werden. 

Neukirchen. Für die Befürworter letztlich überraschend ist das Thema Waldbestattung im Angersbachtal zwischen der Kernstadt und Seigertshausen beerdigt. Das Stadtparlament hat sich mit klarer Mehrheit gegen die Einleitung eines Bauverfahrens ausgesprochen.

Sehr enttäuscht zeigten sich nach der Sitzung Sprecher der antragstellenden FDP und von Bündnis 90/Die Grünen. Sie waren bis zum Schluss zuversichtlich, dass eine ganze Serie von Sondersitzungen, interfraktionellen Gesprächen und gemeinsamer Arbeit an den Vorplanungen zumindest zu einem ersten offiziellen Planungsschritt führen würden. Aber das Stadtparlament entschied sich in namentlicher Abstimmung bei aufgehobenem Fraktionszwang dafür, ein alternatives Modell auf den Weg zu bringen. Statt in freier Natur soll es auf allen Neukirchener Friedhöfen künftig die Möglichkeit geben, Urnen im Wurzelbereich von Bäumen beizusetzen.

Schon heute ist es etwa auch dem Friedhof in der Kernstadt erlaubt, die menschliche Asche in halbanonymen Gräberfeldern zu beerdigen. Darauf wiesen Sprecher etwa der Unabhängigen Bürger (UBL) und der SPD hin. Sie hegen Zweifel an der wirtschaftlichen Tragfähigkeit eines kommunalen Waldbestattungsbetriebes und wiesen auf darauf hin, dass man sich bezüglich der defizitären hergebrachten Friedhöfe selbst Konkurrenz mache.

An der Kalkulation hatten Lokalpolitiker fraktionsübergreifend lange gearbeitet. Über einen Zeitraum von 50 Jahren sollten in drei Erweiterungsstufen 1 Mio. Euro investiert und 3 Mio. Euro eingenommen werden. Schätzungen besagten, dass die Nachfrage anfänglich bei etwa einem Dutzend Waldbestattungen jährlich liegen würde. Es wurde ein Einzugsbereich von fast 50.000 Menschen zugrunde gelegt.

Quelle: HNA

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