Tattoos im Wandel der Zeit 

Liebe geht unter die Haut: Neukirchener Seniorenpaar ließ sich Verlobungsringe tätowieren 

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Verewigt: Heiderose Hoffmann und Uwe Firon (links und rechts), haben sich im Seniorenheim ihre Verlobungsringe von Pascal Jost und Stephan Campo Dell’ Orto (hinten) tätowieren lassen. Den Termin ermöglichte Heimleiterin Nadine Franz-Munk (Mitte).  

Neukirchen. So was hat es im Neukirchener Seniorenheim Munk noch nie gegeben: Kürzlich wurde die Einrichtung nämlich kurzerhand zum Tattoostudio umgewandelt. Die frisch verlobten Bewohner Heiderose Hoffmann (67) und Uwe Firon (61) wollten ihre Verlobung mit einem ganz besonderen Tattoo besiegeln.

„Statt eines Ringes, gibt es ein Tattoo, das hat nicht jeder!“, begründet die humorvolle Alsfelderin Heiderose Hoffmann. Von ihr stammte auch die ausgefallene Idee – und so griff sie zum Telefon, um einen Tätowierer zu finden. Heimleiterin Nadine Franz-Munk empfahl dem Paar das Alsfelder Studio „Größenwahn“. Sie selbst habe dort bislang sehr gute Erfahrungen in Sachen Tattoos gemacht.

Als die Anfrage in Alsfeld einging, mussten sich die beiden Inhaber des Studios Größenwahn Pascal Jost und Stephan Campo Dell’ Orto erst einmal in Ruhe besprechen. „Solch eine Anfrage hatten wir bislang noch nie. Deshalb habe ich als erstes mit der Heimleiterin Nadine Franz-Munk Rücksprache gehalten. Sie selbst haben wir auch schon tätowiert. Deshalb wussten wir, dass es in Ordnung geht“, sagt Campo Dell’ Orto.

Nur zwei Wochen später war es dann tatsächlich soweit: Die glücklich verlobten Senioren ließen sich ihre Ringe und den Anfangsbuchstaben des Partners tätowieren. Neu war das Stechen mit der Nadel für die beiden nicht wirklich, da sie bereits einige Tattos auf der Haut tragen. „Wir kennen uns erst seit einem Vierteljahr, sind uns aber sicher, dass wir zusammen gehören“, bekräftigt Uwe Firon. Er war derjenige, der als erstes unter die Nadel kam und sich über die hervorragende Qualität seiner neuesten Tätowierung freut.

Heiderose Hoffmann lässt sich ihr Tattoo stechen.

Ihre Ringfinger an der linken Hand sind nun mit einem gemeinsamen Verlobungsring geschmückt. Den Anfangsbuchstaben ihres Partners tragen sie am Ringfinger der rechten Hand.

„Ich möchte meinen Bewohnern diesen Wunsch erfüllen.“, betonte Heimleiterin Nadine Franz-Munk. Sie ist seit 2011 als examinierte Altenpflegerin für die Leitung der Einrichtung zuständig. Die Schwälmerin ist selbst tätowiert und deshalb ist es eine Herzensangelegenheit für sie, dass sie ihre Bewohner bei solch einem Wunsch unterstützt: „Ich möchte, dass sie glücklich sind.“

Bei ihrem frischen Verlobungstattoo soll es für Heiderose Hoffmann aber nicht bleiben. Die 67- Jährige plant nämlich schon die nächste Aktion: „Das wird nicht unser letztes Tattoo gewesen sein“, ist sich Heiderose Hoffmann sicher.

Quelle: HNA

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