Neuntklässler der Wilhelm-Filchner-Schule präsentierten kreative Aufsätze

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Freuen sich über ihren Sieg: Annika Helten (Realschule), Annika Joost (las den Aufsatz der Schulsiegerin Hannah-Sophia Löwenstein) und Lara Schäfer (Hauptschule). Foto: Pflug

Wolfhagen. Das Bild einer jungen, kurzhaarigen Frau, die inmitten einer Mülldeponie ein Buch liest - das war die einzige Inspiration für die Essays, die am Montag in der Mensa der Wilhelm-Filchner-Schule vorgelesen wurden. Die Aufsätze waren das Ergebnis eines Schreibwettbewerbes, der jedes Jahr an der Schule stattfindet.

„Die Schüler sollten die Perspektive wechseln. Wir wollten ihnen die Möglichkeit geben, kreativ zu sein und sich frei auszuprobieren“, erklärt Organisatorin und Lehrerin Dr. Ruth Kranz-Löber. Etwas was, was im heutigen Schulalltag auch nicht mehr so häufig möglich sei. Außerdem stehe das Thema Kreatives Schreiben auf dem Lehrplan der neunten Klassen.

„Der Wettbewerb ist bei den Schülern sehr beliebt, bei manchen trifft dieses kreative Schreiben wirklich einen Nerv“, erklärt Kranz-Löber. Eine ihrer Schülerinnen habe so viel Freude an der Aufgabe gehabt, das sie einen zweiten Aufsatz abgegeben habe. Nachdem die Klassensieger gekürt hatten, traten die acht Sieger gegeinander an und nahmen die gut 150 Zuhörer in der Schulmensa mit auf eine Reise nach Afrika.

Nach spannungsgeladenen Minuten verkündete die Jury die Gewinner: Lara Schäfer (Hauptschulzweig), Annika Helten (Realschulzweig) und Hannah-Sophia Löwenstein (Gymnasialzweig). Hannah-Sophia wurde außerdem Gesamtschulsiegerin, war aber leider nicht vor Ort, um ihren Büchergutschein entgegen zu nehmen, da sie eine Fahrprüfung absolvierte.

Wie sehr ein Bild die Fantasie beflügeln kann, zeigen die unterschiedlichen Intepretationen: Hannas Vertreterin Annika Joost erklärt, dass es in der Geschichte um das Lesen lernen geht und um einen Vater, der seine Tochter dieses Fenster in die Welt verwehren will. In Annika Heltens Geschichte wird die junge Frau zum Mann, der vor dem Bürgerkrieg geflohen ist und auf dessen Ende wartet. Ein Flüchtling ist die junge Frau auch für Lara Schäfer. Sie kehrt nach dem Tod der Großeltern zurück in ihr Heimatland, um das Familenalbum zu suchen. Die Monate, die die Schüler zum Schreiben hatten, brauchte sie gar nicht, „Ich habe einfach nur losgeschreiben nach drei Stunden war ich schon fertig“. (ypm)

Quelle: HNA

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