Landwirte informierten sich über den Anbau von Pflanzen für Biogas

Nicht nur Mais liefert Energie

Schwalm-Eder. Mit dem Anbau von Energiepflanzen für Biogasanlagen haben sich Landwirte aus dem Schwalm-Eder-Kreis bei einer Informationsveranstaltung im Homberger Stadtteil Mardorf beschäftigt. Derzeit wird vor allem Silomais angebaut, der sich als Biogaspflanze etabliert hat.

Diese Fixierung auf den Mais wird zunehmend kritisch betrachtet: Neben ökologischen Aspekten wie verstärkter Bodenerosion und Nitratauswaschung werden auch ökonomische und Landschaftsaspekte diskutiert.

Zu der Veranstaltung hatten der Forschungsverbund Nordhessen „Klimzug“ (Klimawandel zukunftsfähig gestalten), der Klimaanpassungsbeauftragte des Schwalm-Eder-Kreises Volker Schmidt sowie der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen eingeladen. Ziel war es, Landwirten praktikable Möglichkeiten zur Anpassung an die Auswirkungen des Klimawandels vorzustellen.

Dr. Rüdiger Graß von der Universität Kassel stellte unter anderem Zweikultur-Systeme mit Energiepflanzen vor, die eine größere Robustheit gegenüber ertragshemmender Trockenheit und regenbedingter Erosion bieten.

Günstige Methanausbeute

Die Empfehlungen des Projektes beinhalten neben bekannten Pflanzen wie Wintergetreide und Energie-Mais auch potenzielle Alternativen, die eine vergleichbare Methanausbeute ermöglichen und zugleich negative Umweltauswirkungen reduzieren sowie die Artenvielfalt erhöhen können.

In einem weiteren Vortrag erläuterte Christina Schmidt vom Beratungsteam des LLH Versuchsergebnisse zur Eignung von Sommergetreide als Energiepflanze.

Danach konnten auf der in Mardorf angelegten Demonstrationsfläche unter regionalen Gegebenheiten verschiedene, in der Fachpresse immer wieder vorgestellte und weitere neu entwickelte Konzepte von Zweikultur-Systemen sowie alternative Energiepflanzen besichtigt werden. (red) Informationen: www.klimzug-nordhessen.de

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare