Niedenstein will für seine Vorzüge besser werben

Marketing-Beirat: vorn Christina Georg hinten von links Enno Onnen Günter Pfaar Bürgermeister Werner Lange Nina Martin.

Niedenstein. Die landschaftliche Schönheit bestreitet niemand, das Engagement der Einwohner ist groß, die Lebensqualität hoch: Niedenstein, am Rand des Naturparks Habichtswald gelegen, hat viel zu bieten. Trotzdem sinken die Einwohnerzahlen, die Bevölkerung altert.

Um mehr Menschen von Niedensteins Qualitäten zu überzeugen, in Niedenstein selbst und darüber hinaus, um neue Bürger zu gewinnen, hat die Stadt ihre Anstrengungen im Bereich Marketing verstärkt. Im Rathaus ist seit kurzem Christina Georg mit einer vollen Stelle für die Aktivitäten in der Touristischen Arbeitsgemeinschaft (TAG) Habichtswald sowie für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt zuständig.

Das Niedensteiner Eigengewächs kommt aus Metze, hat eine Verwaltungsausbildung im Rathaus absolviert und bei der Akademie für Absatzwirtschaft in Kassel (AfaK) den Abschluss als Kommunikationswirtin erworben.

Zusammen mit den ehrenamtlichen Mitgliedern des Marketingbeirats, der ebenfalls neu ins Leben gerufen wurde, will sie Projekte fördern und Ideen sammeln mit dem Ziel, Niedenstein weiter nach vorn zu bringen.

Der Beirat hat sich inzwischen zweimal getroffen. Schon im vergangenen Jahr wurde das neue Logo der Stadt entwickelt und beschlossen, um den Neuanfang zu symbolisieren. Ganz neu sind drei Ansichts-Postkarten mit Niedensteiner Motiven, die für Aktivurlaub (Wandern, Sport) und Grimm-Heimat (Märchenfigur Drosselbart) werben.

Nicht nur für Gäste, sondern für die Niedensteiner Einwohner ist das Info-Blatt mit Neuigkeiten aus der Verwaltung gedacht, das künftig einmal im Quartal haushaltsdeckend verteilt werden soll. "Wir müssen dafür sorgen, dass unsere Bürger gut informiert werden über das, was wir bieten", sagt Bürgermeister Werner Lange. Dafür wird auch die Homepage der Stadt überarbeitet. Sie soll benutzerfreundlicher werden.

Im Marketingbeirat soll vor allem das große ehrenamtliche Engagement, das es in Niedenstein gibt, genutzt und unterstützt werden. "Viele Ideen, die zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen, können dort gemeinsam geschultert werden", sagt Christine Georg.

Einer der Ehrenamtlichen ist Günter Pfaar aus Kirchberg. Er findet, dass die Ortseingänge in allen Stadtteilen besser gestaltet werden sollten, um ein gemeinsames Gesicht zu geben. "Wir sollten allen klarmachen, dass Verbesserungen im Umfeld für alle Niedensteiner spürbar werden."

Als Beispiel für vorbildliches und erfolgreiches Engagement nannte Enno Onnen, ein anderes Beiratsmitglied, den Eco-Pfad, den man in Kirchberg angelegt habe. Er werde inzwischen rege frequentiert, und das nicht nur von den Niedensteiner. Beim Eco-Pfad Altenburg in Niedenstein steige die Nachfrage ebenso.

Von Ulrike Lange-Michael

Quelle: HNA

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