Ortsbeirat konnte Forderung nicht durchsetzen

Nach langem Streit: Ortsschild Niedervorschütz wird nicht versetzt

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Ganz nah an der bebauten Ortslage: Das Ortseingangsschild Niedervorschütz an der Bundesstraße 254 von Deute kommend. Nach langem Hin und Her bleibt das Schild nunmehr auf Anordnung der Verkehrsbehörde des Schwalm-Eder-Kreises an diesem Standort und wird nicht mehr weiter in Richtung Deute versetzt. 

Niedervorschütz. Im Dauer-Streit um das Ortsschild an der Bundesstraße 254 in Niedervorschütz ist eine Entscheidung gefallen: Von Deute kommend bleibt es dort, wo es jetzt steht.

Das teilte der Schwalm-Eder-Kreis als Untere Straßenverkehrsbehörde auf HNA-Anfrage mit. Der Niedervorschützer Ortsbeirat hatte mehrfach das Versetzen des Ortsschildes gefordert. Das Hauptargument wurde von vielen Anwohnern der stark befahrenen Bundesstraße unterstützt: Es werde zu schnell gefahren.

Früher stand das Schild von Deute kommend vor der Rautenmühle. Dann wurde es auf Anordnung der Straßenverkehrsbehörde vom 14. Mai 2016 näher an den Ort herangerückt. Es steht jetzt dort, wo aus Richtung Deute hinter der ehemaligen Mühle die bebaute Ortslage beginnt. Und dort bleibt es auch stehen, bestätigte Stephan Bürger, Pressesprecher des Kreises.

Nach seinen Angaben gab es im Januar mehrere Geschwindigkeitsmessungen in der Ortsdurchfahrt Niedervorschütz. Diese Messungen hätten eine Reduzierung der Geschwindigkeit in der Ortslage ergeben. Danach fand im Felsberger Rathaus erneut ein gemeinsamer Gesprächstermin statt: Bürgermeister Volker Steinmetz, das Straßenverkehrsmanagement Hessen Mobil, der Ordnungsamtsbezirk Melsungen, der regionale Verkehrsdienst der Polizei, der Ortsvorsteher und sein Vertreter sowie die Straßenverkehrsbehörde des Landkreises nahmen teil.

Nach Erläuterungen der aktuellen Messdaten habe – so der Kreis-Sprecher – Bürgermeister Steinmetz den Wunsch geäußert, dass das Schild am aktuellen Standort stehen bleiben soll. Das bestätigte Steinmetz auf Anfrage. Die neuen Erkenntnisse sorgten auch bei ihm für ein neues Meinungsbild, denn Ende Dezember hatte er gegenüber der HNA gesagt: „Ich bin dafür, dass das Schild dahin kommt, wo es vorher war.“ Also vor die Rautenmühle. Das ist nun nicht mehr aktuell.

Aus Richtung Deute soll nun auf der linken Straßenseite eine weitere Ortstafel aufgestellt werden. Die soll – so Bürger – der besseren optischen Wahrnehmung dienen und helfen, dass die vorgeschriebene innerörtliche Geschwindigkeit von 50 Kilometern pro Stunde eingehalten wird. Der Ortsbeirat Niedervorschütz wollte sich zu der Angelegenheit nicht mehr äußern.

Quelle: HNA

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