Niedervorschütz:  Skatfreunde trafen sich zu einem Turnierabend

Mit diesem Blatt kann man nur gewinnen: Freia Ohms (von links), Fritz Belz und Günter Demel traten beim Skatturnier in Niedervorschütz an. Foto: Mangold

Niedervorschütz. „Man kann auch aus einem schlechten Blatt noch etwas machen“, sagt Stefan Zeinar aus Felsberg. Es war also nicht nur Glück, sondern vor allem die richtige Taktik, die beim traditionellen Skatturnier in Niedervorschütz zählte. Dazu eingeladen hatte der SPD-Ortsverein.

Jedes Spiel sei eine neue Herausforderung, und das mache auch den Reiz des Spieles aus, findet Freia Ohms aus Gudensberg. „Es sind nur 32 Karten, aber die Zusammensetzung ist individuell, und so ergeben sich immer wieder neue Möglichkeiten, daraus zu zaubern“, sagt die einzige weibliche Spielerin des Turniers. Ohms gehört zu den Profis, spielt im Skatklub Hütt-Buben in Baunatal-Hertingshausen und reist zu Skat-Turnieren in ganz Deutschland. Skatspielen sei Trainingssache und halte geistig fit, erklärte sie. Gelernt hat sie das Spiel als Kind auf Familienfesten von zwei Onkeln, die einen Mitspieler brauchten.

So wie Freia Ohms haben die meisten Turnierteilnehmer das Spiel schon in ihrer Kindheit von Verwandten gelernt. Heute sei das Skatspiel hingegen nicht mehr so populär, stellt Gerhard Freudenstein aus Niedervorschütz fest. „Früher haben wir mehr gespielt“, erinnert er sich. Die Gastwirtschaft sei der Ort gewesen, wo man nach Feierabend mal eine Runde Skat gespielt habe. Das sei auch das Schöne am Spielen: Man komme mal raus und treffe Gleichgesinnte. Außerdem gebe es dazu ein frisch gezapftes Bier. Aber im Gegensatz zum üblichen „Bierlachs“ in der Kneipe – einer Skatvariante, bei der der Verlierer eine Runde Bier ausgeben muss – wurde beim Turnier in Niedervorschütz um Punkte gespielt.

Jeder Spieler absolvierte 72 Spiele in zwei Tischrunden, die per Los zusammengestellt wurden. Das Startgeld betrug acht Euro, und jedes allein verlorene Spiel kostete einen Euro.

Der Erlös des Turnierabends soll wie in den vergangenen Jahren dem Dorf zu Gute kommen, erklärte Jochen Berthel, Vorsitzender des SPD-Ortsvereins. Seit 15 Jahren veranstaltet der Verein das Skatturnier, das ursprünglich eine Winterbeschäftigung der Sportvereine war. 24 Teilnehmer waren unter anderem aus Melsungen, Leimsfeld und Baunatal angereist – aufgrund der eisglatten Straßen weniger als in den vergangenen Jahren.

Quelle: HNA

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