Geringe Renditen führen zu wenig Ausschüttung

Niedrige Zinsen setzen Stiftungen zu

Schwalm-Eder. Sie wollen helfen und unterstützen – doch Stiftungen leiden vielerorts ebenso wie Sparer unter anhaltend niedrigen Zinsen: Die Erträge schrumpfen und die Förderarbeit leidet.

Auch im Landkreis haben einzelne Stiftungen die Auswirkungen der Niedrigzinsen bereits zu spüren bekommen. So reichte die Melsunger Herbert J. Gießler-Stiftung vor drei bis vier Jahren nach eigenen Angaben noch 5000 Euro Zinseinnahmen pro Jahr weiter – dieses Jahr waren es dagegen 20 Prozent weniger. Mitunter sei die Inflation höher als der Zinsertrag gewesen.

Etwas komfortabler sieht es bei der Heimatstiftung der VR-Bank Schwalm-Eder aus: Sie erwirtschaftet nach eigenen Angaben pro Jahr rund 25 000 Euro. Möglich machten das langfristige Kapitalanlagen.

Gleich auf zehn Jahre haben die vier Sparkassenstiftungen für Melsungen, Fritzlar, Homberg und Ziegenhain ihr Kapital angelegt. Dabei hätten die Stiftungen bis zum Jahr 2019 einen Zinssatz von 4,5 Prozent für fünf Millionen Euro ausgehandelt, erklärte Stiftungs-Vorstand Wolfgang Rupp. Pro Jahr könne man 230 000 Euro an Vereine weiterreichen.

Laut RP Kassel gibt es im Landkreis 39 Stiftungen. Sie sind nicht alle auf Zinserträge angewiesen. Die Stiftung Beiserhaus in Knüllwald etwa finanziert ihre Arbeit auch mit Geld vom Jugendamt und der Agentur für Arbeit. (lgr) ZUM TAGE, 2. LOKALSEITE

Quelle: HNA

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