Niestetaler Unternehmen leidet unter Einbruch des chinesischen Marktes

Solarkonzern SMA macht im ersten Quartal Verlust

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Kein guter Start ins Jahr: Der Niestetaler Solarkonzern SMA schreibt im ersten Quartal rote Zahlen. 

Der Niestetaler Solartechnikhersteller SMA hat auch in den ersten drei Monaten des Jahres mit dem Einbruch des chinesischen Marktes zu kämpfen gehabt.

Der Umsatz ist im ersten Quartal zurückgegangen, das Konzernergebnis ins Minus gerutscht. 

Wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte, ging der Umsatz im ersten Quartal bei gleichbleibendem Absatz an Wechselrichter-Leistung um 8,1 Prozent auf 167,8 Millionen Euro zurück. Das sei im Wesentlichen auf das noch schwache Projektgeschäft zurückzuführen, hieß es.

Das operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) brach auf 0,6 Millionen Euro ein. Im Vorjahresquartal hatte es noch bei 17,5 Millionen Euro gelegen. Unterm Strich rutschte das Unternehmen sogar ins Minus: Das Konzernergebnis belief sich auf Minus 10,6 Millionen Euro.

Umsatz und Ergebnis im ersten Quartal seien damit, wie vom Vorstand prognostiziert, hinter dem Vorjahresquartal zurückgeblieben, kommentierte SMA-Vorstandssprecher Jürgen Reinert die Zahlen. „Gleichzeitig hat sich der Auftragseingang in den vergangenen Monaten in allen Segmenten sehr gut entwickelt“, erklärte er. Der produktbezogene Auftragsbestand ist demnach im Vergleich zum Vorjahresende bis Ende März um ein Drittel auf 233,2 Millionen Euro gestiegen. Insgesamt beläuft sich der Auftragsbestand auf 619,8 Millionen Euro. Besonders in der Sparte der großen Photovoltaik-Kraftwerke sei die Entwicklung sehr positiv, erklärte Reinert. SMA erwartet deshalb in der zweiten Jahreshälfte eine „deutliche Umsatz- und Ergebnissteigerung“.

Im vergangenen Jahr hatte der SDax-Konzern stark unter dem Einbruch des chinesischen Solarmarktes in Folge der Ausbau- und Förderkürzungen gelitten und einen Umbau eingeleitet. Dazu gehört neben der Automatisierung und Auslagerung sowie dem Verkauf der chinesischen Tochtergesellschaften auch der Abbau von 425 der gut 3300 Vollzeitstellen bis 2020. Davon entfallen 100 auf die Standorte in Kassel und Niestetal, an denen etwa 2200 Mitarbeiter beschäftigt sind. Insgesamt will der Konzern seine Kosten um etwa 40 Millionen Euro jährlich senken. Die Umsetzung des Konzernumbaus verlaufe planmäßig, sagte Reinert am Donnerstag.

Für 2019 hält SMA an seinen Prognosen fest. Der Umsatz soll demnach bei 800 bis 880 Millionen Euro liegen, das Ebitda zwischen 20 und 50 Millionen Euro.

Ende März hatte der Konzern bekannt gegeben, dass wegen hoher Verluste Stellen gestrichen werden - davon 100 in Kassel und Niestetal.

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