Gemeindevertreter einstimmig für den Etat

Noch fehlen 612 000 Euro im Haushalt

Wabern. Die rosigen Zeiten satter Überschüsse im kommunalen Haushalt sind auch für die Gemeinde Wabern vorbei. Die Gemeindevertreter beschlossen am Donnerstagabend einen Etat für das Jahr 2011, der einen Fehlbetrag von 612 000 Euro ausweist. Das heißt, dass die Einnahmen nicht ausreichen, um alle Ausgaben zu finanzieren.

„Die Finanzen in Wabern sind in Ordnung“, sagte trotzdem in aller Ruhe Georg Bauer (SPD), denn eine Rücklage von zurzeit vier Millionen Euro macht den Ausgleich der Finanzierungslücke leicht möglich. Allerdings würde man dieses Geld lieber für Investitionen ausgeben und nicht, um laufende Kosten zu bezahlen, monierte Bauer.

Er verwies auf die dramatische Entwicklung der Gemeindefinanzen in den vergangenen Jahren. 2009 habe es in Wabern ein Plus von 1,3 Mio. Euro gegeben, 2010 waren es noch plus 17 000 Euro, jetzt erwarte man ein Minus von 612 000 Euro. Gleichzeitig gehen die Investitionen zurück.

Vielleicht gelinge es ja dank sparsamer Haushaltsführung erneut, das Defizit in ein kleines Plus zu verwandeln, hoffte Heinrich Huber (FWG). Doch die Belastungen seien enorm gestiegen.

Zuversichtlicher war da Kristian Ewald (CDU): Bislang habe es immer Überschüsse gegeben am Jahresende. Er prognostizierte, dass in Zeiten hoher öffentlicher Schulden das jetzige Niveau öffentlicher Ausgaben nicht gehalten werden könne.

„Es wird auch 2011 in relativer Ruhe weitergehen“, ist sich Renate Schütz (FDP) sicher. Erschreckend sei der erwartete Bevölkerungsrückgang. Für Wabern helfe das finanzielle Polster, sich weiterhin manchen Wunsch erfüllen zu können. (ula)

Quelle: HNA

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