Gudensberger Neujahrsempfang – Erster Auftritt vom neuen Bürgermeister Börner

Noch Geld für Stadtteile

Der Neue: Bürgermeister Frank Börner, links und Gastredner Rudolf Körper mit Stadtverordnetenvorsteher Walter Pippert, rechts.

Gudensberg. Aus allen Nähten drohte das Kulturhaus Synagoge im Herzen Gudensbergs zu platzen. Zum Neujahrsempfang am Freitag mit dem frisch gebackenen Bürgermeister Frank Börner hatte die Stadt eingeladen. Ein gesellschaftliches Ereignis, das sich niemand entgehen lassen wollte.

„Sie alle haben als Menschen, die mit uns und anderen in Verbindung stehen, unsere Stadt zu dem gemacht, was sie heute ist: Gudensberg – eine lebendige Stadt mit großem Potenzial“, sagte Börner in seiner Rede. Das Thema des Abends: „Unser Weg in die Zukunft“.

Aus wirtschaftlicher Sicht sei das Jahr 2009 mit einem Negativ-Rekord zu Ende gegangen, sagte Börner mit dem Verweis auf zahlreiche namhafte Firmen und Traditionsunternehmen, die im vergangene Jahr in Konkurs gegangen waren.

Erfreulich aus Sicht der Stadt sei, dass es trotz dieser Umstände, in Gudensberg Existenzgründungen und Erweiterungen von Betrieben gegeben habe und das neue Arbeitsplätze entstanden seien.

Mit Blick auf das kommende Jahr informierte Börner: „Wir haben eine solide Haushaltsführung und geben nicht mehr Geld aus, als wir einnehmen.“ Als eine der wenigen Kommunen habe Gudensberg noch Geld auf der hohen Kante und so werde die Entwicklung der Innenstadt sowie der Dorfkerne der sechs Stadtteile auch künftig ein zentrales Thema sein.

Unser Weg in die Zukunft war auch das Thema des Gastredners Fritz Rudolf Körper, Parlamentarischer Staatssekretär a. D. und Mitglied des deutschen Bundestages.

Mit einem Augenzwinkern

Er wünschte – nicht ohne ein Augenzwinkern – zunächst allen ein gutes neues Jahr. Auch wenn dieses schon ganz schön fortgeschritten sei. Körper: „Ein ganz wichtiges Gut für die Bewältigung unserer Zukunft ist das Thema kommunale Selbstverwaltung“, wie er ausführte.

Dies sei nicht in allen europäischen Ländern so. Die kommunale Selbstverwaltung sei unter anderem deshalb wichtig, weil sie das Engagement von Menschen fördere und Entscheidungen häufig dort getroffen würden, wo sie auch Auswirkungen haben. Der Weg von unten nach oben sei immer besser als umgekehrt. Eine Errungenschaft, die weiter entwickelt werden müsse.

Hommage an ahle Wurscht

Musikalisch umrahmt wurde der Abend vom Sänger Jochen Faulhammer, unter anderem mit einer musikalischen Hommage an die gute Ahle Wurscht, begleitet am Klavier von Christine Weghoff und Matthias Wittekind am Saxophon.

Von Rosemarie Först

Quelle: HNA

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