Letzte Kreissynode des Kirchenkreis Homberg

Statt Konfirmandenunterricht künftig Konfirmandenarbeit

Homberg. Statt Konfirmandenunterricht wird es künftig im Kirchenkreis Homberg Konfirmandenarbeit geben. Klingt fast gleich, ist es aber nicht.

Der Unterschied zwischen Unterricht und gemeinsamer Arbeit sei dabei entscheidend, so die kommissarische Dekanin des evangelischen Kirchenkreises Homberg, Sabine Tümmler, nach der Kreissynode, die am Freitag in Niederbeisheim stattfand.

Die Lebenswirklichkeit der jungen Leuten solle stärker im Zentrum stehen, betont sie. „Kindern und Jugendlichen soll es ermöglicht werden, ihre Lebenswirklichkeit im Zusammenhang mit dem christlichen Glauben wahrzunehmen, zu deuten und zu gestalten“, erklärt Tümmler. Dadurch werde die Arbeit während der Konfirmandenzeit weniger abstrakt, sondern sei näher an den jungen Leuten dran. „Damit der Glauben eine persönliche Bedeutung für sie bekommt und sie erfahren, was Religion bedeutet und was sie ihnen für ihr Leben geben kann.“ So werde die Konfirmandenarbeit zur Unterstützung für den eigenen Lebensweg. Mehrheitlich haben sich die Teilnehmer für die Konfirmandenarbeit ausgesprochen.

Ebenfalls auf der Tagesordnung stand der Bedarfsplan für die Gebäude des Kirchenkreises. Das Verhältnis zwischen den Gemeindegliedern und den Gebäuden sei ausgewogen. „Es stehen keine größeren Verkäufe an“, so Tümmler.

Eichler legt Mandat nieder

Verabschiedet wurde Wilfried Eichler, Präses der Synode, während der Sitzung. Eichler übernahm das Amt 2009, der 69-Jährige gibt sein Mandat nun aus Altersgründen zurück. „Er hat dieses Amt in einer Zeit angenommen, in der ganz deutlich wurde, dass sich die Struktur der Kirchenkreise verändern wird. Er stellte sich der Verantwortung“, sagte Tümmler.

Es war wohl die letzte Sitzung des Synode des Kirchenkreises Homberg vor der Fusion mit dem Kirchenkreis Fritzlar. (may)

Quelle: HNA

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