Polizei wertet noch immer die Unterlagen aus

Noch nichts Neues im DRK-Betrugsfall

Schwalm-Eder. Der Staatsanwaltschaft Marburg liegen noch keine Ergebnisse im Betrugsfall beim DRK Schwalm-Eder vor. „Die Kriminalpolizei wertet noch die Unterlagen aus“, sagte Staatsanwalt Gert-Holger Willanzheimer auf Anfrage der HNA.

Nach Angaben von DRK-Geschäftsführer Manfred Lau handelt es sich bei diesen Unterlagen um hunderte von Aktenordnern und E-Mails. Die allerdings stammen nicht aus den DRK-Büros, sondern aus Fremdfirmen, die in den Betrugsfall verwickelt sind.

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Ein Ex-Buchhalter soll das DRK Schwalm-Eder um eine fast siebenstellige Summe betrogen haben. Und das auf kuriose Weise: Er hatte das Geld offenbar gar nicht in die eigene Tasche gewirtschaftet. Angeblich hat ein Dienstleitungsunternehmen aus Rheinland-Pfalz von seinen Unterschlagungen profitiert: Dem hatte der Ex-Buchhalter über Jahre hinweg keine Rechnungen für Leistungen gestellt, die das Rote Kreuz erbracht hatte.

Willanzheimer kündigt für Mitte März ein Gespräch mit den Ermittlungsbeamten an. Dann könnten eventuell erste Untersuchungsergebnisse präsentiert werden.

Die hätte DRK-Geschäftsführer Lau lieber heute als morgen: Er möchte die Vorfälle so schnell wie möglich aufgeklärt sehen. Das Rote Kreuz hat zwischenzeitlich eine Schadensersatzklage gegen den ehemaligen Buchhalter gestellt. (bra)

Quelle: HNA

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