Bürgermeisterwahl: Kai Knöpper bewirbt sich für eine zweite Amtsperiode

Noch viele Ideen im Kopf

Hier pumpt der Chef: Bürgermeister Kai Knöpper ist stolz auf den Kindergarten und dessen Angebot in Neuental. Foto: Schmitt

Neuental. Jedermanns Liebling kann man in dem Job nicht sein. Davon ist Bürgermeister Kai Knöpper überzeugt. Nach sechs Jahren auf dem Amtssessel im Neuentaler Rathaus will der 40-Jährige dort trotzdem wieder Platz nehmen.

Als kompromissbereiten Dickkopf bezeichnet sich Knöpper selbst mit unverkennbarem Humor. Denn als Bürgermeister habe er nicht einen, sondern gleich drei Jobs: Bürgermeister als Chef der Verwaltung, als derjenige, der mit Parlament und Gemeindevorstand zusammenarbeitet und als öffentlicher Bürgermeister. Fingerspitzengefühl, das Gespür für Machbares, Zähigkeit und Hartnäckigkeit, um an Fördergeld zu kommen, seien dabei nötig, meint Knöpper.

Dennoch sei er keiner, der alles selbst machen müsse. Seine Hauptaufgabe sieht er darin, Projekte anzustoßen, Menschen zusammenzubringen und Türen zu öffnen. Eines der Projekte ist die Tourismusförderung vor allem am Neuenhainer See. Dort sind nach Meinung Knöppers die Sanierung der sanitären Anlagen und Wasserspielgeräte nötig. Beides gehe nur mit Förderung des Landes. Denn leisten könne sich die Gemeinde nur die Neuerung der sanitären Anlagen, mehr gebe der Haushalt nicht her.

Eine Herzensangelegenheit war für Knöpper in den vergangenen sechs Jahren der Kindergarten. „Den haben wir völlig umgekrempelt und bieten flexible Betreuungszeiten und zwei ganze Tage an.“ Das habe einiges an Geld und Überzeugungsarbeit gekostet, zum Nutzen der Gemeinde. Seine Rechnung ist einfach: Jede Familie, die in Neuental bleibe oder nach Neuental ziehe, sei ein Gewinn.

Denn jedes leer stehende Haus belaste indirekt den Gemeindesäckel mit 3500 Euro. „Man kann sich leicht ausrechnen, wann sich die Erweiterungskosten amortisiert haben.“

Mehr Gewerbe

Auszahlen sollen sich auch Projekte, die er für die kommenden sechs Jahre plant. Ganz oben steht die Gewerbeansiedlung. Dabei setzt Knöpper auf die A 49. Über die könnten Betriebe angelockt werden, weil die Südanbindung verbessert wird. Ein Auge hat Knöpper auf die Bundeswehrliegenschaften geworfen. Dort könnte der Bauhof einziehen, was wiederum Platz schaffen würde für die Feuerwehr.

Chancen für die Gemeinde sieht er bei erneuerbaren Energien. Dabei denkt der Kandidat an Windräder. Sollten die im veränderten Regionalplan wieder erlaubt sein, sollte die Gemeinde einen finanziellen Nutzen haben. Den sieht der 40-Jährige nicht bei der Gewerbesteuer, sondern im Pachtzins für die Flächen.

Veränderungen soll es nach seiner Vorstellung auch am Bahnhof in Zimmersrode geben. Es fehlt der behinderten- gerechte Zugang zu Gleis 2. Eine Lösung, beispielsweise mit einer Schranke, müsse mit der Bahn abgesprochen werden.

Bei all den Projekten bleibe wenig freie Zeit. Sportliche Aktivitäten seien selten, auch für die Familie bliebe nicht die gewünschte Zeit. Um das etwas auszugleichen, sind dem früheren Volleyballspieler die Urlaube mit der Familie ganz wichtig.

Von Rainer Schmitt

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare