Autobahnbau: Grüne und Linke befürchten Belastungen für die Schwalmstädter

Noch ein weiter Weg bis zur A 5

Bauwerk: Am Teilabschnitt der A  49 zwischen Neuental und Schwalmstadt ist die Brücke bei Frankenhain fertiggestellt. Foto: Grede

Schwalmstadt. Keinen Grund zum Jubeln sieht die Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen und die Linke Schwalm-Eder in der Unterzeichnung des Planfeststellungsbeschlusses der A 49 für den Bauabschnitt von Schwalmstadt bis Stadtallendorf Nord durch Verkehrsminister Dieter Posch (FDP).

Der neue Investitionsrahmenplan des Bundes, der bis zum Jahr 2015 gilt, sehe weder Geld für den jetzt planfestgestellten Abschnitt noch für den folgenden vor, heißt es in einer Stellungnahme der Grünen-Fraktion. Für die noch fertig zu stellenden Bauabschnitte würden mehr als 500 Millionen Euro benötigt, für den letzten Abschnitt gebe es noch kernen Planfeststellungsbeschluss.

„Posch plant eine Autobahn ins Niemandsland ohne Finanzierung und trotz erheblicher Belastungen für die Bürger in Schwalmstadt“, stellt die verkehrspolitische Sprecherin der Grünen, Karin Müller, fest. „Seit vielen Jahren wird ohne Durchfinanzierung an der A 49 herumgeplant.“ Das Milliardenprojekt solle durchgezogen werden, obwohl es nach Einschätzung der Grünen Naturschutzgebiete schädige und die Gemeinden in der Region zusätzlich mit Verkehrslärm und -gestank belastete. Der begonnene Abschnitt endet im Nichts und die Autofahrer suchen sich ihre Wege dann durch die Dörfer und Städte.“

Der Planfeststellungsbeschluss für den Bauabschnitt der A 49 zwischen Schwalmstadt und Stadtallendorf wird auch von der Partei Die Linke heftig kritisiert.

Bei der Unterzeichnung des Beschlusses in Treysa durch den hessischen Verkehrsminister protestierte Die Linke zusammen mit den Bürgerinitiativen gegen das Projekt. Der Weiterbau der A 49 werde in Schwalmstadt enden, befürchten die Linken. „Es ist noch ein weiter Weg bis zur A 5“, erklärte Heidemarie Scheuch-Paschkewitz.

Eine Fertigstellung der A 49 ist nach Auffassung der Linken illusorisch. Die Finanzierung der übrigen Bauabschnitte sei nicht gesichert und auf Grund der Haushaltslage auch nicht zu erwarten. Allein das Teilstück bis Schwalmstadt werde mehr als 200 Millionen Euro kosten.

„Der geplante Weiterbau löst nicht die Probleme der Anwohner an der B 3. Der Transitverkehr auf den umliegenden Bundesstraßen werde zunehmen. Die Belastungen bei Stadtallendorf werden extrem steigen“, warnte Heidemarie Scheuch-Paschkewitz weiter.

Die Forderung nach Ortsumgehungen sei daher weiterhin berechtigt. (syg)

Quelle: HNA

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