Nochmal ein Steinmetz: Nach Volker wird auch sein Bruder Claus Bürgermeister

Alle in hellblau: Familie, Freunde und Bekannte hatten sich vorbereitet und feierten mit Waberns künftigem Bürgermeister Claus Steinmetz in den selbst gestalteten T-Shirts. Foto: Zerhau

Wabern. Zwei Brüder, zwei Bürgermeister. In Wabern und Felsberg steht jetzt ein Steinmetz an der Spitze.

Volker ist in Felsberg seit 2007 der Rathauschef, Claus übernimmt zum 1. Oktober das Amt in Wabern.  „Zwei Bürgermeister in einer Familie sind Zufall", sagte Claus Steinmetz einen Tag nach seiner Wahl. Dass sie sich beide immer engagiert haben, jedoch nicht.

Vater Otto war Ortslandwirt und Ortsvorsteher in Unshausen. Von ihm haben sie gelernt, dass man nicht immer nur fordern kann, sondern sich auch einbringen muss.

„Das ist vielleicht unsere Parallele“, erklärte Claus Steinmetz. Dass ein dritter Steinmetz seinen Hut in den politischen Ring wirft, sei nicht zu erwarten. Bruder Markus hat in Unshausen den landwirtschaftlichen Betrieb seines Vaters übernommen, Bruder Helmut ist Maschinenbauingenieur und lebt in der Nähe von Köln. Volker Steinmetz war am Sonntag einer der ersten Gratulanten. Er gab seinem Bruder direkt einen Tipp: „Bleib wie du bist.“ Es ist ein Ratschlag, den Claus Steinmetz am Wahlabend öfter hörte. Es ist einer, den er sich gerne zu eigen macht.

Einen Tag nach der Wahl hat Claus Steinmetz seinen Erfolg noch nicht richtig verdaut. Der Sonntagabend im Rathaus und später beim Italiener, wo er mit Familie und Freunden gefeiert hat, sei an ihm vorbeigezogen. „Es gab so viele Menschen, so viele Eindrücke“, sagte der künftige Bürgermeister. Er brauche noch zwei, drei Tage, um alles zu realisieren. Amtsbeginn ist für Steinmetz am 1. Oktober. Bis dahin sei jede Menge zu tu. Als erstes müsse er seinen Schreibtisch abarbeiten, erklärte der Wahlsieger. In den vergangenen Wochen hätten sich einige Dinge angestaut.

Auch seine ersten Ideen möchte er umsetzen. So soll das Bürgerbüro im Waberner Rathaus umgestaltet und ein zweiter Arbeitsplatz eingerichtet werden.

Als große Herausforderung bezeichnete Steinmetz eine besondere Personalie. Da der 51-Jährige auf den Chefsessel wechselt, ist der Job des Büroleiters neu zu besetzen. „Ich habe immer gesagt, dass ich das ab dem 15. Juni überlege“, betonte Steinmetz. Und verdeutlicht: Einen Nachfolger für ihn zu finden, sei eine interessante Aufgabe.

Der Wahlkampf war für Steinmetz und seine Familie eine „gewaltige Anstrengung“. Mit dem Erfolg am Sonntag sei von allen eine große Last abgefallen. Im August und September stehe daher Erholung in Steinmetz’ Kalender. Zuerst geht es mit der Familie eine Woche an den Gardasee, später mit Freunden auf eine Motorradtour in Südtirol. „In den vergangenen drei Monaten bin ich mit der Maschine nur zwischen 20 und 30 Kilometer gefahren“, sagte der Unshäuser. Genauer gesagt, hat er die am Freitagabend vor der Wahl abgespult: „Da musste ich einfach mal den Kopf freibekommen.“

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Quelle: HNA

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