Fusion der augenärztlichen Notdienstgebiete

Im Notfall über die Kreisgrenze

Schwalm-Eder. Bislang hat sich der augenärztliche Notdienst für die Menschen aus dem Schwalm-Eder-Kreis auf das Kreisgebiet beschränkt. Ab sofort umfasst der Rufbereitschaftsplan auch den Kreis Hersfeld-Rotenburg.

Die Fusion der beiden Notdienstgebiete sei notwendig geworden, weil im Schwalm-Eder-Kreis viele Augenärzte ihre Tätigkeit aufgegeben und nur noch sechs Ärzte für den Notdienst zur Verfügung gestanden hätten. Durch die Zusammenlegung der Gebiete soll die Dienstbelastung der Ärzte reduziert werden, erklärt Petra Bendrich, stellvertretende Pressesprecherin der Kassenärztlichen Vereinigung Hessen, die der Fusion auf Wunsch der Ärzte in beiden Kreisen zugestimmt hat. Jetzt gelte es die ersten Erfahrungen abzuwarten.

Probleme – etwa zu weite Wege im Notfall – sieht Petra Bendrich für die Patienten aber nicht. „Den augenärztlichen Bereitschaftsdienst gibt es gar nicht überall, er ist ein zusätzliches Angebot zum allgemeinen ärztlichen Bereitschaftsdienst“, so Bendrich. Bei stark tränenden Augen könnten die Betroffenen beispielsweise auch den „normalen“ Notdienst aufsuchen. Eine Bindehautentzündung sei ebenfalls kein akuter Notfall, der von einem Facharzt behandelt werden müsste.

Notfälle, die von einem Augenarzt begutachtet werden sollten, seien auf jeden Fall Fremdkörper im Auge, Verätzungen oder plötzlich auftretende Sehstörungen.

In allen Notfällen oder wenn Patienten sich unsicher sind, können sie auch die bundesweit einheitliche Telefonummer 116 117 für den ärztlichen Bereitschaftsdienst anrufen. Dort berät geschultes Personal die Anrufer und vermittelt sie bei Bedarf weiter. (nm)

Quelle: HNA

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