Reformplan hatte für Irritationen gesorgt

Notfallstatus soll für Kliniken in Wolhagen, Hofgeismar und Bad Arolsen bleiben

Wolfhager Land. Die Gesundheit Nordhessen (GNH) sieht derzeit keine Gefahr, dass die Kliniken in Wolfhagen, Hofgeismar und Bad Arolsen den Status als Notfallstandorte verlieren könnten.

Ein Reformplan des Bundesausschusses von Ärzten, Krankenhäusern und Krankenkassen, der jetzt veröffentlicht wurde, hatte in den vergangenen Tagen für Irritationen gesorgt. Danach soll die Zahl der Notfallkliniken, zu denen auch die drei GNH-Kliniken gehören, schrumpfen. Entsprechende finanzielle Zuschüsse gibt es nur noch, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. So müssen Fachabteilungen für Chirurgie, Unfallchirurgie und innere Medizin sowie mindestens sechs Intensivbetten vorhanden sein, von denen mindestens drei zur Versorgung von Beatmungs-Patienten zur Verfügung stehen. Außerdem muss ein Facharzt im Bereich Innere Medizin, Chirurgie und Anästhesie innerhalb von maximal 30 Minuten am Bett des Patienten stehen. Für die Erfüllung einzelner Kriterien sind Übergangsfristen vorgesehen.

„Unserer ersten Einschätzung nach können wir für unsere Kliniken in Bad Arolsen, Hofgeismar und Wolfhagen eine Einstufung als Basis-Notfallstandorte erreichen. Viele der im Beschluss angegebenen Kriterien sind allerdings nicht eindeutig definiert und müssen im weiteren Prozess inhaltlich präzisiert werden“, so GNH-Vorstandsvorsitzender Karsten Honsel auf HNA-Anfrage.

Die Gesundheit Nordhessen hält die Kliniken in Wolfhagen, Hofgeismar und Arolsen als Häuser der Grund- und Regelversorgung für wichtige Pfeiler der ländlichen Gesundheitsversorgung. Die Einstufung als Standort der Notfallversorgung habe eine hohe Priorität, so Honsel.

Quelle: HNA

Rubriklistenbild: © Reinhard Michl

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