Philipps-Universität erlebt Studenten-Ansturm

Notpritschen auf Dachterrassen

Marburg. Angesichts des neuen Studierendenrekords an der Marburger Philipps-Universität erlebt auch das Studentenwerk einen Ansturm. Auf den Dachterrassen und in den Fernsehzimmern der Wohnheime wurden bereits 75 Notunterkünfte eingerichtet, die zu Semesterbeginn wohl fast ausgebucht sein werden. Dort richten sich die Erstsemester für fünf Euro pro Nacht auf Pritschen ein, die aber immerhin - zumindest auf den Dachterrassen - Schlossblick haben.

„Wir haben etwa zehn Prozent mehr Wohnungssuchende“, sagt Studentenwerkssprecherin Franziska Busch. 1100 junge Leute warten auf einen Platz in einem der Studentenwohnheime. Das selbst verwaltete Marburger Bettenhaus, das ebenfalls Notbetten anbietet, spricht sogar von Wohnungsnot. Hintergrund ist die steigende Zahl von Studierenden, die in diesem Semester auf 23 000 (Vorjahr 22 300) klettert. Besonders stark haben Geografen, Medienwissenschaftler und Soziologen zugelegt. „Wir spüren das, aber wir sind gut vorbereitet“, sagt Uni-Sprecherin Susanne Igler.

So wurden aus Mitteln des Hochschulpakts zehn zusätzliche Professuren und 30 wissenschaftliche Mitarbeiter eingestellt, die vor allem in den Fächern Psychologie, Soziologie, Medienwissenschaften, Pharmazie, Geografie und im Lehramt aushelfen. (zgc)

Quelle: HNA

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