BI Metze zur Schlachthoferweiterung: Weitere Geflügelmastställe werden folgen

„Nur negativ für Region“

Protest gegen immer mehr große Ställe: Im Niedensteiner Stadtteil Metze gibt es seit langem Widerstand gegen Massentierhaltung. Die Schlachthoferweiterung beurteilt sie sehr kritisch. Foto: privat

Metze/Gudensberg. Den Bau vieler neuer Geflügelmastställe in der Region werde die Entscheidung der Gudensberger Stadtverordneten für die Erweiterung des Schlachthofes am Odenberg zur Folge haben. Das befürchtet die Bürgerinitiative Metze, die sich seit Jahren gegen Massentierhaltung engagiert.

Gudensberg, die Nachbargemeinden sowie der gesamte nordhessische Raum würden Einzugsgebiet für die Ausweitung und Neuansiedlung von Agrarfabriken werden, heißt es in einer Pressemitteilung.

Gerade bei der intensiven Geflügelmast sei artgerechte Tierhaltung nicht möglich. „Nur mit umfangreicher Antibiotikazugabe können ausreichend viele Tiere in nur 35 bis 40 Tagen zum Schlachtgewicht herangemästet werden“, schreibt BI-Sprecher Bernard Leuteritz. Wichtiges Futterimportmittel sei gentechnisch verändertes Soja aus Südamerika.

Die BI benennt weitere Risiken für die Landbevölkerung: zunehmende Geruchsbelästigung und Übertragung von luftgetragenen Krankheitserregern. „Im Gudensberger Parlament ersetzen Arbeitsplatzargumente ein kritisches Nachdenken“, kritisiert die BI weiter. Schlachthoffilter würden kein Tierleid und keine Mastställe verhindern. Zuletzt werde alles beim Verbraucher abgeladen, der angeblich durch sein Kaufverhalten diese Tierquälerei wolle.

Kommunen und Anwohner seien gegenüber „privilegierten“ landwirtschaftlichen Bauvorhaben relativ machtlos, heißt es. Neu sei, dass Agrarfabriken gewerblicher Art von den lokalen Gremien abgelehnt werden könnten. Der Bürger habe das Recht, Einwendungen gegen nahe liegende Ställe vorzunehmen. Wichtig sei es, dies frühzeitig zu tun. Ein Leitfaden zum Protest gegen den Bau von Massentierhaltungsanlagen ist bei der BI Metze erhältlich. (ula) • Kontakt: Bernard Leuteritz, Tel. 0 56 03/92 35 55; Mail: b.leuteritz@gmx.de

Quelle: HNA

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