Beim berüchtigten Hexentanz hatten die Zuschauer jede Menge Spaß

Ab geht’s: Über die Rutsche rauschen die Teilnehmer mit Schmackes in die Ekelbrühe. Die vielen Zuschauer haben an dieser Station des Hexentanzes ihr ganz besonderes Vergnügen. Fotos:  Hoffmann

Oberelsungen. Warum bloß stampfen die Oberelsunger so gerne durch Güllefässer, gleiten mit lautem Gejohle über eine Rutsche ins siffige Nass und treiben am helllichten Nachmittag absurde Spiele mitten auf den Straßen des Zierenberger Stadtteils?

Ganz einfach, weil es Spaß macht. Einmal im Jahr lassen es die Kirmesburschen samt ihrer Mädchen ordentlich krachen, dann nämlich, wenn die Salatkirmes ruft und ihren Höhepunkt im Hexentanz findet. Daher ließen sie es einige Stunden zuvor beim Festumzug durchs Dorf eher gemächlich zugehen. Sie hatten Glück, denn anders als im vergangenen Jahr, als sie ihren Festzug kurzfristig wegen strömenden Regens absagen mussten, hatten sich die dicken Wolken am Himmel diesmal schon am späten Vormittag ausgeregnet.

Farbenfrohes Dorf

So schlenderten die heimischen Gruppen und Vereine bei strahlendem Sonnenschein durchs farbenfroh geschmückte Dorf. Dem ein oder anderen schienen dabei die vergangenen Tage noch in den Knochen zu stecken, denn schon seit Freitagabend war das Feiervolk auf den Beinen gewesen. Discoabend, Ausgraben der Kirmes, Tanz mit der Partyband „Enjoy“ - die Kirmesburschen haben sich wieder allerhand einfallen lassen.

Hexentanz im Zierenberger Oberelsungen

Ihre Kräfte hielten die Kirmesmacher beim gemütlichen Festumzug sorgsam beisammen, wohl wissend der Strapazen, die an den nicht enden wollenden Stationen des Hexentanzes noch auf sie zukommen sollten.

Während die Hexen die jüngsten Besucher beharrlich durch die Straßen jagten, diente dem Kirmesteam die heitere „Reise nach Jerusalem“ wohl eher zur allgemeinen Auflockerung. Noch einmal durchgeschnauft, die ersten Kurzen runtergekippt - es machte sich Erleichterung breit, dass die erste Hürde noch relativ human ausgefallen ist.

Das sollte sich schnell ändern, denn die folgenden Aufgaben entpuppten sich als gewohnt hinterlistig. Schnell war vom Weiß der Shirts nichts mehr zu erkennen, Sägespäne, Gülle und viele andere Ekeleien mehr mussten die tapferen Teilnehmer über sich ergehen lassen. Doch so soll es sein, je mehr Dreck, desto besser die Stimmung, sowohl beim Kirmesteam, als auch bei den hunderten Zuschauern, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollten.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare