Gehweg bekommt ein Geländer

Obermelsunger Straße: Gefahrlose Nutzung ist für Fußgänger unmöglich

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Dieser Anblick beunruhigt Fußgänger: Die Obermelsunger Straße wird ausgebaut. Links ist der Schotterweg zu sehen, der zur Seite teilweise 40 Meter weit abfällt. Ein Geländer soll den Weg sichern.

Obermelsungen. Die Obermelsunger Straße wird ausgebaut. Die Anwohner sind wegen des gefährlichen Abgrunds auf dem Gehweg beunruhigt. 

Für fast drei Millionen Euro wird derzeit die Obermelsunger Straße saniert. Doch die Freude über den Ausbau der Straße hält sich bei den Obermelsungern in Grenzen. Denn an der Kreisstraße fehlt ein befestigter Gehweg.

Auf etwa 400 Metern dient lediglich ein Schotterweg als fußläufige Verbindung zwischen Obermelsungen und der Kernstadt. „Und der ist richtig gefährlich“, ärgert sich der Obermelsunger Franz Ebenhöh. Denn der 1,50 Meter breite Seitenstreifen fällt zur Seite etwa 40 Meter weit ab. Erst kürzlich verunglückte dort ein Rollerfahrer und stürzte den Hang hinab (HNA berichtete). „Weitere Unfälle sind geradezu programmiert“, sagt Ebenhöh. „Man muss sich den Weg mal im Winter vorstellen. Wenn dort ein alter Mensch ausrutscht und den Hang hinunterstürzt, findet den doch niemand da unten.“ Es müsse dringend eine Sicherung her. „Der Zustand ist lebensgefährlich und unverantwortlich.“

Hinzu käme, dass die Leitplanken teils mitten in den Fußweg eingerammt wurden. „Das macht eine gefahrlose Nutzung nahezu unmöglich.“ Eine Mutter mit doppeltem Kinderwagen könne den Weg beispielsweise nicht nutzen, weil er stellenweise zu schmal sei.

Auf Anfrage versicherte der Stadtbauamtsleiter Martin Dohmann allerdings, dass eine Sicherung vorgesehen sei. „Zwischen der Leitplanke und der Böschung wird noch ein Geländer gebaut.“ Das sei vom Magistrat beschlossen worden. „So kann es wirklich nicht bleiben, das ist zu gefährlich.“

Weil es sich nicht um einen innerörtlichen Bereich handele, verzichte man auf einen befestigten Gehweg in diesem Bereich. Die Kosten dafür müsste die Stadt selbst tragen.

Rund 2,9 Millionen Euro kostet der Ausbau der Straße. Davon trägt der Kreis 1,255 Millionen Euro für den Straßenbau, die Stadtwerke Melsungen 1,355 Millionen Euro für Kanal und Wasserleitungen.

Die Nebenanlagen, also Lampen und Bürgersteige schlagen mit 250 000 Euro zu Buche. Davon trägt die Stadt etwa die Hälfte. Die andere Hälfte wird auf die Anwohner umgelegt. Wir hoffen, dass die Arbeiten bis Ende August abgeschlossen sind“, sagt Martin Dohmann.

Quelle: HNA

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