Ökostromproduktion in Melsungen steigt

Es geht wieder aufwärts: Die Stromproduktion im Wasserkraftwerk an der Bartenwetzerbrücke war in den vergangenen Jahren eingebrochen. Nun brummt die Turbine wieder. Foto: gehlen

Melsungen. Die Melsunger lieben offenbar die Sonne - oder zumindest die Energie, die sie bringt. So ist die Anzahl der Photovoltaikanlagen in den vergangenen Jahren extrem gestiegen: von 38 Anlagen in 2006 auf 201 Anlagen im Jahr 2010.

Dies geht aus der neuen CO2-Bilanz hervor, die Eon Mitte nun der Stadt zur Verfügung gestellt hat. Das Unternehmen wickelt als Netzbetreiber den Anschluss der Anlagen und die Vergütung des eingespeisten Ökostroms ab und hat daher detaillierte Informationen über die Kommunen. Die will das Unternehmen künftig mit den Städten und Gemeinden teilen.

„CO2-Bilanzen haben für Kommunen in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen“, sagt Melsungens Erster Stadtrat Fritz Josef Voit. Mit der Bilanz habe man nun vergleichbare Daten, mit denen man arbeiten könne.

Die Melsunger Zahlen zeigen, dass der Anteil des in der Stadt erzeugten Stroms seit Jahren zunimmt, aber im Vergleich zum Verbrauch immer noch extrem gering ist: Rein rechnerisch produzieren die Melsunger 1,5 Prozent ihres Eigenbedarfs.

Dass dieses Verhältnis so unausgewogen ausfällt, liegt allerdings an den großen Unternehmen, die einen enormen Energiebedarf haben. Wären in Melsungen nur die Haushalte mit Strom zu versorgen, läge der Anteil des selbst produzierten Stroms bei über zehn Prozent.

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Quelle: HNA

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