Oelshäuser Baugebiet: Anlieger warten seit zehn Jahren auf Straßenausbau

Oelshausen. Mehr als zehn Jahre warten die Bewohner des Baugebietes "Vor dem Hunge" in Oelshausen schon auf den Ausbau ihrer feldwegähnlichen Zufahrtsstraßen, obwohl sie die Gebühren dafür längst bezahlt haben. Nun sollen die Arbeiten beginnen.

Nach einer Zerreißprobe in der Stadtverordnetensitzung am Montagabend in Zierenberg steht jetzt fest: Im kommenden Jahr wird endlich ausgebaut.

Die Oelshäuser Bürger waren zur Sitzung gekommen, um ihren Ärger kundzutun. Das Baugebiet war vor rund 15 Jahren ausgewiesen worden und erwies sich in der Folge als Flop. Nur die Hälfte der Bauplätze wurde über die Vermarktungsgesellschaft HLG verkauft. Das daran nicht nur der demografische Wandel, sondern auch die schlechten Vermarktungsstrategien der HLG schuld seien, wurde in der Sitzung thematisiert. Am Rande der Sitzung gab es auch Vorwürfe an die Adresse des ehemaligen Bürgermeisters, der die Ausweisung des Baugebietes "durchgedrückt haben soll", obwohl schon damals von Stadtverordneten erhebliche Bedenken gegen ein Baugebiet dieser Größe laut geworden seien.

UFW und FDP wollten zuächst die Entscheidung über den Ausbau, der rund eine halbe Million Euro kosten soll, vertagen, bis geklärt ist, wie das Projekt finanziert werden kann. In einer Sitzungsunterbrechung einigten sich alle Fraktionsvorsitzenden schließlich auf die Grundsatzentscheidung pro Ausbau. Ob die Finanzierung über die HLG oder den städtischen Etat abgewickelt wird, muss noch entschieden werden.

Außerdem wird geprüft, wie die Stadt von den hohen laufenden Kosten herunterkommt, die jährlich an die HLG zu zahlen sind. Verschiedene Möglichkeiten werden diskutiert, unter anderem auch ein Rückkauf der leeren Bauplätze. (ewa)

Quelle: HNA

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