Brot- und Kuchenbacktag beim Wettesinger Heimat- und Geschichtsverein

Ofenfrische Leckerbissen

Lecker: Werner Uhrmann mit leckeren Wettesinger Back-Spezialitäten.

Wettesingen. „Wie backet dünach. Sit sou gout un bliwet druten. Dürt Fenster konn je kucken.“ Der an der Eingangstür des Wettesinger Backhauses auf einem Schild stehenden Bitte wurde Folge geleistet. Die drinnen arbeitenden Heinz Schlag, Werner Uhrmann und Klaus Seewald blieben von Neugierigen verschont.

Draußen aber drückten all jene, die vom leckeren Duft angelockt wurden, ihre Nasen an der Glasscheibe der Backhaustür platt. Beim Heimat- und Geschichtsverein Wettesingen gab es am vergangenen Wochenende den Frühlingsbacktag in dem direkt neben dem denkmalgeschützten Holdhenners Hus stehenden Backhaus.

Start am frühen Morgen

Als Bäckermeister Schlag, Bäckergeselle Uhrmann und der ihnen helfende Seewald sich ans Werk machten, lagen jedoch die meisten Wettesinger noch im tiefen Schlaf. „Am Freitagmorgen um 3.30 Uhr“, so Schlag, „haben wir mit unserer Arbeit begonnen. Alles vorbereitet, den Ofen angeheizt, den ganzen Tag und ohne Pause auch die Nacht hindurch jede Menge Teig nach alten Wettesinger Original-Rezepten hergestellt, geknetet, zu Brotlaiben geformt und diese gebacken.“

Auch am Samstagvormittag hatten sie zu tun, denn die ofenfrischen Köstlichkeiten, überwiegend Roggenmisch-, Kümmel- und Schrotbrot, gingen weg wie die sprichwörtlichen warmen Semmeln. Klaus Seewald: „Fast 98 Prozent unserer gesamten Produktion waren schon im Vorfeld durch Vorbestellungen von Kunden aus Nah und Fern verkauft.“

Rezepte aus Omas Küche

Das galt auch für die herzhaften und vor allem süßen Köstlichkeiten. Neben Sauerkrautschleifen, gefüllt mit hausgemachtem Sauerkohl und Speckwürfel, wurden mit handwerklichem Können und nach Rezepten aus Omas Küche blecheweise Mohn-, Butter-, Streusel- und Apfelkuchen sowie Rosinenbrot gebacken. Zudem gab es, so Bäckergeselle Werner Uhrmann, diesmal eine Premiere, nämlich nach einer alten Uhrmannschen Familienrezeptur Wettesinger Bienenstich mit Puddingfüllung.

Natürlich hatte das ehrenamtliche Backtrio gerade im Kuchenbereich erheblich mehr als die vorbestellte Ware gebacken. Denn verbunden mit dem Brot- und Kuchenverkauf war in Holdhenners Hus das Dachcafé geöffnet, wo nach Herzenslust die süßen Verführungen ofenfrisch bei einer Tasse Kaffee oder Tee verzehrt werden konnten.

Den Reinerlös des Frühlingsbackens verwendet der 190 Mitglieder starke Heimat- und Geschichtsverein für die Sanierungs- und Renovierungsarbeiten am 359 Jahre alten Holdhenners Hus. (zih)

Quelle: HNA

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