Ohne Geld zum Arzt: Franke fordert Abschaffung der Praxisgebühr

Gudensberg/Berlin. Der Bundestagsabgeordnete Dr. Edgar Franke hat für die SPD die Abschaffung der Praxisgebühren gefordert. Dies geschah in der aktuellen Stunde des Deutschen Bundestages zu den entstandenen Überschüssen von 20 Milliarden Euro in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Die bei der Einführung der Praxisgebühr erhoffte Reduzierung, insbesondere der Facharztbesuche, sei nicht eingetreten, heißt es in einer Mitteilung. Die Gebühr diene nur dazu, zusätzliche Einnahmen zu erzielen und bewirke einen erheblichen Verwaltungsaufwand von 300 Millionen Euro in den Praxen.

Die Kranken und Einkommensschwachen würden durch die Praxisgebühr besonders belastet. Die Abschaffung der Praxisgebühr sei der erste Schritt auf dem Weg zu einer gleichmäßig verteilten Finanzierung der Krankenversicherung.

Mit der Einführung einer Bürgerversicherung würden sich die Einnahmen deutlich verbessern, sagt der SPD-Politiker. Damit könne man die fehlenden Einnahmen von zwei Milliarden Euro pro Jahr ohne Praxisgebühr nachhaltig gegenfinanzieren.

Eine weitere Forderung: Die Kassen sollten wieder ihre Beiträge individuell festlegen. (gör)

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare