Burschenschaft Arnsbach feiert Rockabend

Ohne Gewalt, dafür mit viel Musik

Rockabend in Arnsbach: Burschenschaft möchte mit der Veranstaltung auf

Arnsbach. Sie wollen ohne Gewalt feiern: Die Burschenschaft Arnsbach veranstaltet unter dem Motto „Gewalt geht nicht“ am Mittwoch, 22. Juni, ab 21 Uhr den Rockabend Kippenrock.

Grund für den Aufruf ist, ein Vorfall, der sich im November 2009 während der Kirmes ereignet hatte. Damals waren unbekannte Schläger, die die Polizei der rechten Szene, den Freien Kräften Schwalm-Eder zuordnete, gegen Mitternacht bei der Feier aufgetaucht. Unvermittelt wurden damals zwei 19-Jährige aus einer Gruppe von fünf bis acht Personen angegriffen und mit Tritten und Schlägen traktiert. Nach den damaligen Erkenntnissen der Polizei traten die rechten Schläger noch auf die Jugendlichen ein, als sie auf dem Boden lagen.

Die beiden jungen Männer wurden mit Prellungen und Schürfwunden im Krankenhaus behandelt. Noch am Tatort hatte die Polizei drei Verdächtige im Alter von 16 bis 21 Jahren festgenommen. Alle standen unter erheblichen Alkoholeinfluss.

Zwei weitere, 19 Jahre alte Männer wurden später festgenommen. Einer von ihnen trug ein schwarzes T-Shirt mit Aufschrift „Sturm 18“ und einem eingedruckten Reichsadler.

Um nicht noch einmal mit dieser Art von Gewalt konfrontiert zu werden, führten die Arnsbacher Burschen mit dem Leiter des Projekts „Gewalt geht nicht“, Stephan Bürger, zahlreiche Gespräche. Gemeinsam sorgten sie für einen Sicherheitsdienst und suchten nach Wegen, Gewalt erst gar nicht aufkommen zu lassen. Dazu kamen Diskussionen mit anderen Burschenschaften, wie Rockabend und Kirmessen friedlicher ablaufen könnten. Mit dem Projekte „Gewalt geht nicht“ wollen nicht nur die Arnsbacher Burschenschaftler zum friedlichen und toleranten Miteinander aufrufen.

Musikalischer Höhepunkt beim Kippenrock am morgigen Mittwoch ist der Aufritt von Seven Hell. Sie gewannen 2009 den Wettbewerb „Hessen Rockt“. Ihr Auftritt beginnt um 21 Uhr. (ras)

Quelle: HNA

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