Eröffnungsgala der Kabarett- und Kleinkunstreihe „Gemeinsam lachen“ in Homberg

Ohne Humor geht’s nicht

Schwalm-Eder. Viel zu Lachen gab es für die 360 Gäste der Eröffnungsgala der Kabarett- und Kleinkunstreihe „Gemeinsam Lachen bringt einander näher“. Michael Sens, Musiker und Kabarettist, moderierte den Abend in der Homberger Stadthalle und unterhielt das Publikum mit Witz und Gesang. Großartig war seine Udo-Lindenberg-Parodie am Klavier mit typischem Hut, getönter Brille und rauchiger Stimme, dabei aber neuen und überraschenden Texten.

Klaus Döll aus Felsberg hatte die Veranstaltung vor 16 Jahren ins Leben gerufen, um mit Humor die deutsch-deutsche Mauer in den Köpfen abzubauen. Fünf Kabarettisten aus Ost und West gaben in Homberg einen Einblick in ihr Bühnenprogramm.

Nils Heinrich erinnerte sich an seine Jugend in Ostdeutschland: „Ich wollte exotische Früchte, die ich noch nicht einmal buchstabieren konnte – heute bin ich allergisch dagegen.“ Freude bereitete er mit dem Vergleich des Telefonierens im Wechsel der Zeit: Früher habe man in einer gelben Zelle gestanden, die nach nassem, toten Hund roch und in der man auch ohne Schweinegrippenimpfung genügend Antikörper bekommen konnte. Damals musste man nicht am Mobiltelefon zuerst fragen: „Wo bist du?“. Das habe man im Festnetz gewusst

Kabarett am Klavier

Politisches Kabarett am Klavier präsentierte Uli Masuth. „Diese Bundesregierung bietet goldene Zeiten fürs Kabarett“, sagte er. Er betrachtete die politische Vergangenheit vom „Patriarchat Kohl über das Testosteronat Schröder bis zum Matriachat Merkel“. „Das Leben ist hart – da müssen Sie härter sein“, empfahl Barbara Kuster den Gästen. Ihre mitreißende Tina-Turner-Parodie brachte den Saal zum Toben.

Arnulf Rating gab Tipps, wie man die Wirtschaft ankurbelt. „Kaufen Sie – Angela Merkel hat es doch gesagt: ‚Unsere Einlagen sind dicht.’“ Vor Wahlen zeigten Plakate immer Politiker, mit denen schon in der Schule keiner habe spielen wollen. Nach der Wahl brauche man eine Hotline für die Bürger, bei der sie anrufen und sich beschweren könnten: „Entschuldigung, ich habe mich verwählt!“

Nach drei Stunden mit viel Gelächter verabschiedeten Klaus Döll und Martina Schild die Künstler. „Ich hätte jeden gerne noch länger gehört“, sagte Martina Schild, Vorsitzende der Kultur-Schmiede Remsfeld, die mit dem Verein „Gemeinsam Lachen“, dem Stadthallen-Team und der Knüllwaldtouristik den Abend veranstaltet hatte.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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