Zur Kritik wegen Diskoveranstaltungen

Kritik wegen Diskoveranstaltungen: Ferienwohnpark Silbersee äußert sich

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Tourismus im Spiegel: Für die Ferienwohnpark Silbersee GmbH sichert ein Partyreiseveranstalter Gäste auch außerhalb der Saison. Kritiker stören sich am Partylärm.

Frielendorf. Die Gemeinde Frielendorf, die Polizei Homberg und der Landkreis bescheinigen laut Geschäftsführer Dietrich Hahn der Ferienwohnpark Silbersee GmbH eine verantwortungsvolle Organisation der Party-Veranstaltungen im Ferienwohnpark Silbersee.

Das geht aus einer Stellungnahme der Betreibergesellschaft hervor. Die Zusammenarbeit mit dem Partyveranstalter laufe seit über 20 Jahren vertrauensvoll und problemlos, heißt es in der Erklärung. Es habe in diesen 20 Jahren nie von Seiten der Gemeinde, der Bevölkerung, der Hauseigentümer oder der Gäste Beschwerden in der Weise wie nun zum Beispiel vom Verein Tourismusförderung Silbersee gegeben.

Eine schleichende Umnutzung des Ferienwohnparks, fürchtet Geschäftsführer Dietrich Hahn: Nach seinen Informationen habe es in den vergangenen Monaten eine Reihe von Käufern gegeben, die Ferienhäuser kaufen wollten, aber nur zur Eigennutzung als Wochenendhaus.

Bilder: Das ist der Ferienwohnpark Silbersee

Fotos: Das ist der Ferienwohnpark Silbersee

Hahn: „Da stört natürlich jeder Gast.“ Es stünden betuchte Interessenten, z.B. aus dem Rhein-Main-Gebiet, bei Maklern Schlange, um sich im nordhessischen Idyll ein Wochenenddomizil einzurichten. Aus Sicht der Ferienwohnpark GmbH sei den Beschwerdeführern bekannt, dass ohne die Auslastung in der Nebensaison durch die Party-Wochenenden ein wirtschaftliches Betreiben des Ferienwohnparks unmöglich ist.

Schnelle Insolvenz

Dies würde relativ schnell zur Insolvenz der Ferienwohnpark GmbH führen und damit auch künftig eine touristische Nutzung der Ferienhäuser unmöglich machen, erklärte Hahn. Der Weg wäre wie beim Ferienpark Oberaula-Hausen vorgezeichnet, bis zur Konsequenz, dass dort Wochenendhäuser zugelassen wurden.

Die Ferienwohnpark GmbH geht davon aus, dass bei einer Insolvenz über 40 Arbeitsplätze verloren gingen, und auch die Erlebniswelt Silbersee mit über 200 Arbeitsplätzen einen irreparablen Schaden erleiden würde.

Notwendige Steuereinnahmen

In Frielendorf würden weitere rund 150 Arbeitsplätze bei indirekt betroffenen Unternehmen gefährdet, und der Gemeinde gingen dringend notwendige Steuereinnahmen und Kurbeiträge in mittlerer sechsstelliger Höhe jährlich verloren - „und das nur, weil einige Hauseigentümer spekulieren wollen?“, heißt es in dem Schreiben.

Von Sylke Grede

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Quelle: HNA

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