Dimitri Döhl neuer Neurochirurg

Bandscheiben-OPs nun auch in Fritzlar möglich

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Neu dabei: Dimitri Döhl, Facharzt für Neurochirurgie, zeigt ein Modell einer Wirbelsäule.

Fritzlar. Wer sich an der Bandscheibe operieren lassen muss, kann sich jetzt auch im Fritzlarer Hospital zum Heiligen Geist behandeln lassen.

Seit August operiert dort Neurochirurg Dimitri Döhl, der sich mit Neurochirurg Dr. Frank Meier zu einer überörtlichen Berufsausbildungsgemeinschaft in Fritzlar und Bad Wildungen zusammengeschlossen hat. Das bedeutet für die Patienten, dass sie an beiden Standorten operiert werden können.

Dr. Meier operiert in der Asklepios-Stadtklinik in Bad Wildungen und Döhl im Fritzlarer Krankenhaus. Sprechstunden hält der neue Fritzlarer Neurochirurg bis Ende des Jahres noch in Wabern in der Praxis von Orthopäde Dr. Klaus Röde. Dann ziehen die Praxen um in das Ärztezentrum St. Wigbert in Fritzlar und stehen ab Januar 2013 am neuen Standort den Patienten zur Verfügung.

„Durch die Neurochirurgie wird unser chirurgisches Spektrum bereichert und abgerundet“, sagte Dr. Carsten Bismarck, Chefarzt der Abteilung für Viszeral- und Unfallchirurgie am Hospital zum Heiligen Geist in Fritzlar. Die Neurochirurgie stehe also nicht in Konkurrenz zur restlichen chirurgischen Abteilung, sondern erweitere das bisherige Angebot.

Die Patienten würden sowohl vom Facharzt für Neurochirurgie als auch von der chirurgischen Abteilung betreut und in den normalen stationären Ablauf eingebettet. Es gebe also keine „Extrawürste“ für neurochirurgische Patienten, scherzte er. Allerdings sei die Ausstattung der Station um Stehtische erweitert worden, da Patienten, die an der Bandscheibe operiert wurden, in der ersten Zeit nach der Operation nicht sitzen dürfen.

Dimitri Döhl stammt aus Russland, studierte und arbeitete als Facharzt für Neurochirurgie in St. Petersburg. Im Jahre 2003 zog er nach Deutschland und wiederholte seine Facharztausbildung für die Anerkennung in Deutschland. Er arbeitete als Facharzt für Neurochirurgie in der Zentralklinik Bad Berka in Thüringen und in der Werner-Wicker-Klinik in Bad Wildungen, wo er zuletzt als Leitender Oberarzt beschäftigt war. Zu seinen Schwerpunkten gehören Operationen von Bandscheibenvorfällen des Hals- und Lendenwirbelbereichs sowie von Spinalkanal-Verengungen.

Im Fritzlarer Krankenhaus plant er das Behandlungsspektrum außerdem noch um endoskopische Bandscheibenentfernungen, Versteifungen des Kreuz-Darmbein-Gelenkes und die spezielle neurochirurgische Schmerztherapie zu erweitern. Auch andere Operationstechniken sind geplant.

„Die Neurochirurgie ist eine sinnvolle Ergänzung“, meinte Krankenhaus-Geschäftsführer Harald Umbach. Etwa sieben Tage bleiben die Patienten nach einer Operation im Krankenhaus, dann werden sie möglichst direkt im Anschluss in eine Reha verlegt.

Von Bettina Mangold

Quelle: HNA

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