Tat liegt fünf Jahre zurück

Opfer mit Schraubenzieher traktiert: 31-Jähriger wegen schweren Raubes angeklagt

+
Der Geschädigte konnte den Waldecker abschütteln und ins Treppenhaus fliehen, wo er jedoch stürzte und von dem Angeklagten eingeholt wurde (Symbolbild).

Die Tat liegt schon über fünf Jahre zurück, doch die Vorwürfe gegen einen heute 31 Jahre alten Mann, der aus Wolfhagen stammt und heute in Waldeck lebt, wiegen schwer.

Schweren Raub und schwere räuberische Erpressung wirft die Staatsanwaltschaft dem Mann vor, der sich deswegen seit gestern vor der 5. Strafkammer des Landgerichts verantworten muss.

Staatsanwältin Riester beschuldigt den gebürtigen Wolfhager, am 12. Juni 2014 in einer Wohnung in Waldeck einen anderen Mann schwer verletzt und ausgeraubt zu haben. Laut Anklage waren die Männer in Streit geraten, in dessen Verlauf der 31-Jährige den anderen gegen den Kehlkopf und ins Gesicht schlug.

Als sich der Angegriffene wehrte, habe der Angeklagte ihn gewürgt und versucht, mit einem Schraubenzieher zu stechen. Der Geschädigte konnte den Waldecker abschütteln und ins Treppenhaus fliehen, wo er jedoch stürzte und von dem Angeklagten eingeholt wurde. Vor dem Haus soll dieser dann den Geschädigten mit einem Holztischbein derart geschlagen haben, dass der Prellungen und Frakturen davontrug. Nach der Drohung „Ich schlag’ dir den Kopf ein“ gab der Geschädigte sein Handy ab. Der 31-Jährige zog ihm laut Anklage dann den Wohnungsschlüssel aus der Tasche und stahl eine Spielkonsole.

Der Verletzte lag nach dem Angriff vier Tage stationär im Krankenhaus.

Außerdem wird dem Angeklagten vorgeworfen, mit einem nicht versicherten Mofa von Sachsenhausen nach Niederwerbe gefahren zu sein.

Gestern wurde in dem Verfahren lediglich die Anklage verlesen. Der 31-Jährige kündigte gegenüber Richter Jürgen Stanoschek an, sich am nächsten Verhandlungstag zu den Vorwürfen äußern zu wollen.

Weiter geht es am Montag, 19. August, und Freitag, 23. August, jeweils um 9 Uhr in Saal D 130 des Kasseler Landgerichts.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion