Schwarzenborns Bürgermeister Jürgen Kaufmann startet in seine dritte Amtszeit

Gratulationsreigen: Auch Schulleiterin Annette Zeiß überbrachte ein Geschenk, ein Plakat mit Glückwünschen der Schüler. Zuvor hatte Jürgen Kaufmann den Amtseid abgelegt. Fotos:  Rose

Schwarzenborn. Im September hatten die Schwarzenborner klar für eine dritte Amtszeit ihres Bürgermeisters votiert. Am Donnerstag wurde Jürgen Kaufmann vor knapp 200 Gästen in der Kulturhalle in sein Amt eingeführt.

Stadtverordnetenvorsteher Armin Heß lenkte durch den Abend, für feierliche Stimmung sorgte der Posaunenchor. Dabei waren Wegbegleiter Kaufmanns sowie Freunde und Familie, viele Gäste aus Politik und Wirtschaft, von der Bundeswehr, vom Hessenforst sowie Vertreter von Vereinen und Verbänden – kurzum, der Gratulationsreigen wollte kaum enden.

Der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker attestierte Kaufmann: „Du weißt immer, wo der Schuh drückt.“ Dabei müsse ein Bürgermeister ein grundsätzlicher Optimist sein. In Zeiten dramatischer Haushaltslagen habe Kaufmann wichtige Akzente gesetzt, unter anderem in der interkommunalen Zusammenarbeit.

Heile Welt im Knüll

Karl-Christian Schelzke, Direkt des Hessischen Städte- und Gemeindebundes, verglich das Jahr eines Bürgermeisters gar mit sieben Hundejahren. „Die Problematik, die auf Städte und Gemeinden zukommt, ist kein vermögenssteuerpflichtiges Unterfangen“, sagte er. Trotzdem lobte er Schwalm und Knüll als „heile Welt“. Jedoch bedauere er, dass bereits alle Metzgereien geschlossen hätten: „Die Ahle Wurscht muss ich mir dann auf dem Postweg nachholen.“ Karl-Otto Winter, Vorstand der Kreissparkasse, zitierte aus den Schwarzenbörner Streichen, wonach ein Bürgermeister jährlich neu gewählt wurde. „Man ließ eine Laus frei und der, dem sich die Laus in den Bart setzte, wurde Bürgermeister.“ Sicher sein könne man, dass sich Schwarzenborn mit Jürgen Kaufmann keine Laus in den Pelz gesetzt habe.

Georg Klinger vom SPD-Ortsverband sagte: „Du hast Zäune eingerissen und Gräben zugeschüttet und dafür gesorgt, dass Parteibrillen verstauben.“ Marc Liebermann (CDU) erklärte, dass künftig noch an großen Schrauben zu drehen sei. Dafür schenkte er Kaufmann ein praktisches Schraubenschlüssel-Set. Die Kollegen vom Hessenforst überbrachten dem gelernten Förster ein lebendes Geschenk: Kaufmann darf demnächst einen Bock im Bundesforst schießen.

Kaufmanns Blick richtete sich in die Zukunft: „Ich dachte, mir würde es langweilig. Das war ein Trugschluss.“ Herausforderungen sehe er im demografischen Wandel, der Energiewende, der Haushaltskonsolidierung. „Ich will nicht die Bürger meistern, sondern die Probleme“, versprach er.

Von Sandra Rose

Quelle: HNA

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