Kloster Haydau: Orangerie und Herrenhaus sind fertig

Altmorschen. Selten ist eine Kombination aus Alt und Neu so gelungen wie beim Herrenhaus und der Orangerie auf dem Gelände des Klosters Haydau in Altmorschen. Beide Gebäude sind Teil des großen Seminarzentrums der B. Braun Melsungen AG.

Neben diesen beiden kleineren Häusern gehören noch das langgestreckte Domänengebäude dazu und ein Tagungshotel. An beiden wird noch einige Zeit gearbeitet.

Während das Herrenhaus seine modernen Elemente im Innern verbirgt, sind sie bei der Orangerie durch den vorgesetzten Eingang an der eigentlichen Rückseite des Hauses auch von außen sichtbar.

Kloster Haydau in Altmorschen: Herrenhaus und Orangerie umgebaut

Orangerie: Eine große Glastür erschließt das Foyer, in dem zur Linken die Küche und zur Rechten die Toiletten untergebracht sind. Die Kücheneinrichtung besteht aus Edelstahl mit Schnellspülmaschine, Kühlschrank und Kühlzelle. Auf kurzem Weg geht es zur Theke, die in einer Saal-Nische untergebracht ist.

Der Saal der Orangerie ist nicht nur um einiges größer als früher – die Küche ist entfallen –, sondern auch deutlich attraktiver. Der Parkettboden sieht aus wie neu, zwei alte Kachelöfen vermitteln optische Wärme.

Herrenhaus: Rollstuhlfahrer benutzen den Eingang zur Orangerie, denn im kleinen Verbindungstrakt befindet sich ein Speziallift. Von dort gelangt man mit einem normalen Aufzug ins Obergeschoss des Herrenhauses. In diesem befinden sich im Unter- und Obergeschoss sieben Seminarräume unterschiedlicher Größe. Alle sind mit modernster Technik bzw. den Anschlüssen dafür ausgestattet. Als weiterer Seminarraum kann der Saal der Orangerie mit seinen 220 Quadratmetern genutzt werden, erklärt Stephan Kowalski, der bei B. Braun fürs Seminarzentrum während der Bauphase zuständig ist.

Einen Kontrapunkt zu den zweckmäßig eingerichteten Seminarräumen setzen die alten Möbel in den Fluren. Sie stammen aus einem Nachlass des letzten Pächterpaares an den Förderverein Kloster Haydau. Dieser stellt die Möbel, die B. Braun hat aufarbeiten lassen, zur Verfügung. Die Wände zieren Bilder, die Fritz Wucherer in den 30er-Jahren gemalt hat.

Domänenkomplex und Hotel

Zum Seminarzentrum des Konzerns gehören auch die Domänengebäude, die aus Burggrafenhaus, Klosterscheune, Kutscherhaus und Pferdestall bestehen. Seit 2007 liefen die Überlegungen für den Umbau, im April 2009 wurde der Kaufvertrag mit der Gemeinde Morschen unterzeichnet. Insgesamt 21 Millionen Euro investiert B. Braun. Neben dem Neubau eines Tagungshotels für 13 Millionen Euro entstehen im Herrenhaus sowie im Domänenkomplex mit Marstall, Klosterscheune und Burggrafenhaus Seminarräume und gastronomische Einrichtungen. Die Orangerie wird auch als Dorfgemeinschaftshaus genutzt – neben dem Gebäude am Haus Raabe, dem heutigen Sitz der Gemeindeverwaltung.

Quelle: HNA

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare