Bundesverdienstkreuz für Georg Armbröster

Hohe Auszeichnung: Georg Armbröster aus Guxhagen erhielt das Bundesverdienstkreuz , links neben ihm Ehefrau Helga und Sohn Bernd, hinten Erster Kreisbeigeordneter Winfried Becker und rechts Staatssekretär Mark Weinmeister Foto:  Müller-Neumann

Guxhagen. Der Bundespräsident hat dem Guxhagener Georg Armbröster das Bundesverdienstkreuz am Bande zuerkannt. Die Verleihung an den 80-jährigen Vorsitzenden des Vereins Lebenshilfe für geistig Behinderte nahm am Samstag Staatssekretär Mark Weinmeister während der Weihnachtsfeier im Melsunger Lutherhaus vor.

Nachdem Armbrösters 1959 geborener Sohn mit eineinhalb Jahren an Gehirnhautentzündung erkrankte und eine geistige Behinderung zurückbehielt, engagierte er sich schon früh als Vorsitzender des Elternbeirates der Sonderschule für Praktisch Bildbare in Melsungen (heute Fuldatalschule). Aus dieser Funktion heraus arbeitete er von Anfang an mit der 1966 gegründeten Lebenshilfe für geistig Behinderte, Kreisvereinigung Melsungen, mit.

1969 wurde Georg Armbröster Mitglied der Lebenshilfe und im selben Jahr zum Vorsitzenden gewählt. Diese Position bekleidet er bis heute.

2007 wurde aus der früheren Kreisvereinigung Lebenshilfe Melsungen die Ortsvereinigung Melsungen, nachdem eine neue Kreisvereinigung Schwalm-Eder gegründet worden war. Auf der neuen Kreisebene war er bis 2010 stellvertretender Vorsitzender.

Ehrenbrief

Bereits 1982 wurde ihm der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen, damals auf Initiative der Lebenshilfe-Landesvereinigung Hessen. Die Anregung, ihm das Bundesverdienstkreuz zukommen zu lassen, ist dem langjährigen Förderer des Vereins, Günter Rudolph (Geschäftführer der SPD im Hessischen Landtag), zuzuschreiben.

Aber nicht auf den Verein Lebenshilfe, auf die geistig Behinderten und deren Familien allein beschränkt sich Armbröster soziales Engagement: Der frühere Bundesbahn-Beamte, der seit 1992 in Pension ist, hat sich in seinen letzten 17 Dienstjahren als Personalratsvorsitzender für seine Kollegen in der Dienststelle „Zentrale Abrechnungsstelle“ der DB in Kassel eingesetzt. Von 1977 bis 1992 war Armbröster Mitglied des Vorstandes des Bundesbahn-Sozialwerkes in Frankfurt/Main, von 1976 bis 1992 bekleidete er die Position einesehrenamtlichen Richters am Bundesverwaltungsgericht in Kassel.

Politisch aktiv

Auch politisch war der SPD-Mann aktiv, sagte Weinmeister: 1984 bis 1996 war Armbröster Mitglied des Ortsbeirates Guxhagen und 15 Jahre Vorstandsmitglied der SPD Guxhagen.

Bezeichnete Weinmeister Georg Armbröster als Motor, Initiator, Antreiber und Ideengeber der Lebenshilfe, so beschrieb ihn der Erste Kreisbeigeordnete Winfried Becker als einen Menschen mit Herz und Verstand für Behinderte.

Im Hintergrund wirkte stets Ehefrau Helga, die noch heute für die Lebenshilfe bäckt, Geschenke verpackt und sich um vieles kümmert, was das Beisammenseinder Mitglieder bereichert. (bmn)

Quelle: HNA

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