Ordensschwester berichtet bei Klostergesprächen aus ihrem Leben

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Organisationsteam und Referentin: von links Dorothea Becker-Puhl, Ordensschwester Gerda, Ilona Braun und Waltraud Schmelz.

Altmorschen. Fasziniert lauschten Frauen im Kloster Haydau, als Ordensschwester Gerda von den Dillinger Franziskanerinnen jetzt aus ihrem Leben erzählte. Ihr Vortrag bei den jüngsten Klostergesprächen für Frauen stand unter dem Motto Franziskus nachhaltig anders.

Zu Gast war da eine humorvolle Frau voller Vitalität. Aufgewachsen in Franken, kam sie nach dem Studium der Sozialpädagogik als Praktikantin in die Einrichtung für behinderte Menschen in Zell Hilpoldstein und blieb: Sie wurde Leiterin der Einrichtung Regens-Wagner-Zell, zu der Schulen, Werkstätten und Förderzentren gehören.

Lebendig berichtete Schwester Gerda vom Wandel, der in Klöstern stattfindet. Von ehemals 34 leben nur noch sechs Schwestern im Orden. Stressgeplagte Menschen suchen heute in Klöstern Ruhe und Erholung. Hilfe bekommt man von alleinstehenden Frauen, die nach dem Berufsleben eine Zeitlang im Konvent leben und arbeiten.

Wurden Behinderte früher außerhalb der Gesellschaft betreut was sich an der Lage vieler Einrichtungen zeigt wird heute darauf geachtet, nach dem Prinzip Inklusion zu leben. In Zell wird das seit 30 Jahren dank Schwester Gerda vorgelebt: Behinderte wohnen dort in umliegenden Orten.

Über der Arbeit von Schwester Gerda steht das Motto vom Heiligen Franziskus: Nachhaltigkeit. Nachhaltig ist man mit dem Umgang mit der Schöpfung in jeder Beziehung, ob Mensch, Tier oder Umwelt. Ständig prüft man in der Einrichtung etwa, wo man Energie einsparen kann. Es gibt Erdwärme, Solarzellen, Fotovoltaik, Brunnen und begrünte Dächer und Mitarbeiter werden zu Umweltmanagern ausgebildet. (zad)

Quelle: HNA

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