Ein Ort, fern des Alltags zwischen Hülsa und Wallenstein

Lochbachklamm bietet Stille und Naturerlebnisse

Besondere Naturschönheit: Die Lochbachklamm zwischen Hülsa und Wallenstein. Archiv-Fotos: Grün

Wallenstein/Hülsa. In der Science-Fiction-Welt lassen sich die Helden ganz mühelos an einen anderen Ort beamen. So viel technischer Aufwand ist gar nicht nötig, um sich einmal für kurze Zeit aus dem Alltag zu katapultieren. In der Lochbachklamm zwischen dem Homberger Stadtteil Hülsa und dem Knüllwalder Ortsteil Wallenstein gelingt das mühelos.

Ein etwa 1,5 Kilometer langer Wanderweg erschließt dort eine abgeschiedene Welt, die zu entdecken sich lohnt.  In Wallenstein, wo auch das Naturschwimmbad mit Gastronomie und die Burg sich als Ziele anbieten, kann man das Auto in der Nähe des Feuerwehrgerätehauses abstellen und gelangt nach kurzer Zeit zur Klamm, an deren Beginn eine Tafel auf die Entstehungsgeschichte und die Eigenarten dieses besonderen Lebensraumes hinweist.

Besonderes Kleinklima 

Aber auch ganz ohne solches Hintergrundwissen spürt man schnell die einzigartige Atmosphäre dieses Ortes. Über einen schmalen Pfad geht es hinein in das Tal, das sich zunächst verengt. Das Blätterdach der Bäume und der Bach sorgen vor allem in heißen Sommern für ein angenehmes Kleinklima. Am Anfang hört man noch das Rauschen von der nur einige Kilometer weit entfernten Autobahn, dann nur noch das Rauschen des Baches und der Bäume. Man ist völlig von der Natur umschlossen, und der Lochbach gibt den Ton an.

Mit Kindern kann eine Tour etwas länger dauern. Der Bachlauf mit Steinen, Stöcken, umgestürzten Bäumen, Schmetterlingen und anderen Kleintieren zieht die Aufmerksamkeit junger Forscher auf sich. Der Weg durch die Schlucht führt über 16 kleine Holzbrücken, kurze Steige und teilweise enge Pfade. Etwa 150 Höhenmeter sind zu überwinden. Festes Schuhwerk ist auf jeden Fall ratsam. Auf halber Strecke gibt es einen Rastplatz für ein Picknick, an anderen Stellen finden sich ebenfalls Ruhebänke.

Die Klamm ist zwar auch für ungeübte Wanderer geeignet, mit Kinderwagen und für Menschen mit körperlichen Einschränkungen aber eher nicht zu empfehlen.

Je nach Gehtempo kann man die Lochbachklamm in einer halben bis dreiviertel Stunde erwandern. Wenn man in Richtung Hülsa läuft, wo es ebenfalls Einkehrmöglichkeiten gibt, stößt man am Ende der Schlucht auf den geteerten, aber nur wenig befahrenen Weg zwischen Wallenstein und Hülsa. Er ist Teil eines etwa 8,5 Kilometer langen Rundweges (Lochbachpfad). Er ist mit einem roten „L“ auf weißem Grund gekennzeichnet.

Allerdings kann man für den Rückweg auch erneut durch die Lochbachklamm wandern - und hat somit den doppelten Genuss.

Von Heinz Rohde

Quelle: HNA

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