Felsberger Altstadt

Ärger bei Anwohnern - keine Änderungspläne für Straßenlaternen

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Kritik an den Laternen: Bürgermeister Volker Steinmetz und Ortsvorsteher Klaus Döll (vorne von links) mit Anwohnern beim Rundgang durch die Altstadt.

Felsberg. Die Straßenlaternen in der Felsberger Altstadt sollen so bleiben, wie sie sind. So hat es zumindest der Magistrat der Stadt am Montag beschlossen. Doch viele Anwohner hoffen, dass dieser Beschluss noch einmal geändert wird.

Denn die Lampen sind mit 4,50 Metern so hoch und stehen so dicht an den Häusern, dass sie ihnen zum Teil ins Fenster hineinleuchten. So ergeht es etwa Torsten Maul und Martina Egger, die in der Obergasse wohnen. "Das Licht scheint direkt ins Kinderzimmer", schildern sie.

Ihren Ärger brachten sie bei einem Rundgang durch die Altstadt zum Ausdruck, zu dem der Ortsbeirat Felsberg eingeladen hatte. Auch Bürgermeister Volker Steinmetz war gekommen, um sich die Wünsche von Ortsbeirat und Anwohnern anzuhören. Steinmetz wies darauf hin, dass die Höhe der Laternen bewusst gewählt worden sei, um die Straßen optimal auszuleuchten.

"Jahrzehntelang hat es keinen interessiert, wie dunkel es hier in den Straßen ist", entgegnete Altstadt-Bewohner Wolfgang Pempe. "Es ist zwar wichtig, dass es hier etwas heller wird. Aber man muss doch nicht jeden Winkel lückenlos ausleuchten." Die Lampen, die in der Altstadt installiert wurden, seien zur Beleuchtung von acht Meter breiten Straßen gedacht - nicht von schmalen Altstadtgässchen, befand Pempe.

Das sieht auch Ortsvorsteher Klaus Döll so. "Die Lampen hier sind die hellsten in ganz Felsberg", sagte er. Döll schlug vor, dunklere Lampen in die Straßenlaternen einzusetzen, die Laternenpfähle zu kürzen und weiter von den Häusern abzurücken. Um zu verhindern, dass Autos dagegen fahren und die Laternen beschädigen, schlug er Schutzvorrichtungen aus Basaltstein vor.

Was diese Umbauten kosten würden, konnte von den Anwesenden allerdings niemand beziffern.

Bürgermeister Steinmetz sagte, er werde sich dafür einsetzen, dass der Magistrat erneut über das Thema berät und die Vorschläge des Ortsbeirats dabei berücksichtigt.

Von Judith Féaux de Lacroix

Quelle: HNA

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