Zoff um Schild am Ortseingang ist beendet

Ortstafel von Niedervorschütz steht wieder am ursprünglichen Standort

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Das Ärgernis: Die Ortstafel war um einige hundert Meter in Richtung Niedervorschütz versetzt worden. Vor dem Schild gilt aus Richtung Deute Tempo 70. Aber auch dort werde zu schnell gefahren, beklagen Anwohner.

Niedervorschütz. Ein Ärgernis im Felsberger Stadtteil Niedervorschütz hat ein Ende. Das Ortseingangsschild an der Bundesstraße 254 – von Deute her kommend – ist wieder an den ursprünglichen Standort versetzt worden.

Bürgermeister Volker Steinmetz sagte auf HNA-Anfrage, er habe den gemeinsamen Ordnungsbehörden-Bezirk, dem Felsberg angehört, und die Stadtverwaltung um die notwendigen Schritte gebeten. Nun wurde der Wunsch erfüllt. Der Ortsbeirat hatte das Versetzen der Tafel seit langem gefordert. Das Hauptargument, unterstützt von den Anwohnern der stark befahrenen Bundesstraße: Es werde viel zu schnell gefahren. Die Ortstafel war um einige hundert Meter näher an den Ort herangerückt worden. 

Rückblick

Die Straßenverkehrsbehörde des Landrats hatte das Versetzen der Ortstafel am 14. Mai 2016 angeordnet, wie Kreissprecher Stephan Bürger auf Nachfrage erläuterte. Vorausgegangen war eine Verkehrsschau, bei der auch überprüft wurde, ob die Ortstafeln so angebracht sind, wie es die Verwaltungsvorschriften vorsehen. Und dort heißt es, dass die Tafeln dort anzubringen sind, wo auf einer der beiden Fahrbahnseiten die Bebauung sichtbar beginnt. Die Straßenverkehrsbehörde sei durch die Straßenverkehrsordnung gehalten, sämtliche Verkehrszeichen regelmäßig auf deren Rechtmäßigkeit zu überprüfen, so die Kreisverwaltung.

Gefahren

Ortstafeln am Beginn einer geschlossenen Bebauung sollen – so der Kreissprecher – dem Verkehrsteilnehmer die Ortslage mit den dazugehörigen Gefahren wie Fußgänger, Kinder und Radfahrer verdeutlichen. Damit solle eine höhere Akzeptanz der innerörtlich vorgeschriebenen Höchstgeschwindigkeit erreicht werden. Bürger: „In der Praxis werden Ortstafeln zur Geschwindigkeitsreduzierung bereits deutlich vor der geschlossenen Bebauung aufgestellt. Der Verkehrsteilnehmer nimmt die freie Strecke jedoch nicht als Ortslage wahr und sieht keine Veranlassung, seine Geschwindigkeit anzupassen, sodass höhere innerörtliche Geschwindigkeiten die Folge sein können.“

Abstimmung

Das Versetzen der Niedervorschützer Ortstafel war laut Kreisverwaltung mit dem Bürgermeister der Stadt Felsberg, Hessen Mobil und der Polizeidirektion abgestimmt, die als Fachbehörden am Termin teilgenommen hätten. Bürgermeister Volker Steinmetz betont: „Ich habe nicht teilgenommen.“ Gleichwohl war bei der Verkehrsschau die Stadtverwaltung vertreten. 

Ortsbeirat

Der Niedervorschützer Ortsbeirat hatte sich mehrfach mit dem Thema Standort des Ortsschildes befasst. „Es gibt immer noch starke Beschwerden aufgrund der Umsetzung des Ortsschildes“, hieß es im Juli 2017. Und: „Viele Mitbewohner haben Angst um ihre Kinder.“ Der Verkehr im Bereich der Kreuzung sei „merklich schneller geworden”. Nachdrücklich gefordert wurde das Versetzen des Schildes an den alten Standort in Höhe der Rautenmühle, „damit der Verkehr langsamer nach Niedervorschütz rein fährt“. Im Oktober wies der Ortsbeirat „zum wiederholten Mal darauf hin, dass es für unmittelbar betroffene Anlieger der Hauptstraße und Anlieger der Burgwiese schwerer geworden ist, durch den schnelleren Verkehr auf die Hauptstraße einzufahren“.    
 

Quelle: HNA

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