Ortsumgehung Felsberg: Stadt stellt zwei eigene Gebiete an der Eder zur Verfügung

Felsberg. Ohne die naturschutzrechtliche Aufwertung vorhandener Flächen kann die Ortsumgehung Felsberg nicht gebaut werden. Die Bemühungen, dafür Grundstücke an der Ems bei Böddiger zu kaufen, haben sich zerschlagen.

Nun hat die Untere Wasserbehörde zwei städtische Grundstücke an der Eder vorgeschlagen. Dafür muss aber ein Bebauungsplan erstellt werden.

Damit geht eine weitere zeitliche Verzögerung einher, denn der Entwurf des Bebauungsplans muss wieder öffentlich ausgelegt werden, und die Träger öffentlicher Belange müssen ebenfalls Stellung nehmen. In der Sitzung am 10. November soll das Parlament den Plan beschließen.

Über den Stand der Dinge in Sachen Bau der Ortsumgehung hatte die SPD für die vorige Stadtverordnetensitzung Auskunft von Bürgermeister Volker Steinmetz verlangt. Dieser sagte unter anderem, dass die beiden Flächen - an den Schlämmteichen bei Lohre und in der Nähe der Felsberger Kläranlage - dafür auch vom Straßenbauamt sowie von den Wasser-. und Naturschutzbehörden für akzeptabel befunden worden seien. Beide Flächen seien geeignet, den ökologischen Gewässerzustand zu verbessern.

Als weiteren Schritt habe das Amt für Straßen- und Verkehrswesen den Landschaftspflegerischen Begleitplan für die Umgehungsstraße überarbeitet. Darin enthalten sind laut Steinmetz Anpflanzungen im Bereich der Trasse.

„Erst wenn dieses Verfahren abgeschlossen ist, kann mit der Ortsumgehung weitergemacht werden“, sagte Steinmetz auf Nachfrage der HNA. Auch dann könne erst das Flurbereinigungsverfahren eingeleitet werden. Das wiederum ist nötig, weil die Trasse der Ortsumgehung über derzeit landwirtschaftlich genutzte Flachen führt.

Das Amt für Straßen- und Verkehrswesen hat für den Flächentausch sechs Hektar als Vorrat. Für die Trasse werden vier Hektar benötigt. (bmn)

Quelle: HNA

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