Hephata-Diakonie gewann Marketing-Preis für ihr Kartoffel-Projekt

Oskar für eine knollige Idee

Kartoffeln im Blick: Unser Archiv-Foto zeigt von links Gerhard Glage, Michael Oberg und Peter Wischnewski im Bio-Hofgut Halbersdorf am Sortiertisch. Foto: Archiv

Schwalm-Eder. Für ihr Kartoffel-Projekt ist die Hephata- Diakonie von der Marketinggesellschaft Gutes aus Hessen (MGH) ausgezeichnet worden. Erstmals wurden Preise für Marketing-Ideen vergeben. Hephata-Diakonie gewann in der Kategorie Verkaufsförderung mit ihrem Kartoffel-Projekt. Die hessische Agrarministerin Lucia Puttich und der Aufsichtsratsvorsitzende der MGH, Walter Schütz, übergaben die Auszeichnungen in Wiesbaden.

Hofgüter arbeiten mit

Hephata erhielt den Preis der besten Verkaufsförderung für ihr Bio-Qualitätsprojekt mit Bioland-Bauern aus Hessen und der Edeka Hessenring: Regionale Bioland-Bauern kultivieren und ernten dabei Kartoffeln. Eingebunden sind auch das Bio-Hofgut Richerode der Behindertenhilfe Hephata sowie Menschen mit Behinderungen des Bio-Hofgutes Halbersdorf. Sie sortieren und verarbeiten die Kartoffeln. Edeka-Hessenring bietet sie unter dem Namen „Hephata Biogut“ in ihren Märkten in der Region an.

Für eine bessere Transparenz und aus Verbundenheit mit der Region ist auf jedem der Kartoffel-Beutel ein Bild des erzeugenden Bioland-Bauern mit Namen und Adresse zu finden. Unter anderem gehe es auch um die Qualitätssicherung. Bio-Kartoffeln seien empfindlich und anspruchsvoll im Anbau, bei steigender Nachfrage, hieß es bei der Preisverleihung.

Die Landwirte wurden deswegen mittels einer Computer-Datenbank miteinander vernetzt und von einer Fachberaterin betreut. Zum anderen sollte eine regionale Bio-Marke angeboten werden.

„In erster Linie geht es uns um die Arbeit für die Beschäftigten“, sagt Kurt Dörrbeck, der stellvertretende Geschäftsbereichsleiter Soziale Rehabilitation.

Das Projekt startete Mitte 2008, seit September 2010 gibt es die Hephata-Biogut-Kartoffeln in den Edeka-Filialen in Nordhessen. Für die Markteinführung ließ sich Hephata etwas Besonderes einfallen – und erhielt nun auch den Preis: Landfrauen traten als Botschafterinnen der Kartoffeln auf. Drei Sorten wurden in den Vordergrund gestellt. Sie erhielten Vornamen: Anuschka, Rote Laura und Princess. Doch nicht nur die Namen standen auf den Plakaten und Flyern, die drei Gemüse bekamen auch ein passendes Outfit verpasst – Perlenkette, Krone, Zöpfe und Hut.

„Wir haben die Kartoffeln personalisiert“, so Dörrbeck. In der Laudatio heißt es: „In einer Zeit, in der Preisaktionen zur Normalität geworden sind, ist man geradezu dankbar für Verkaufsförder-Aktionen, die die Produktqualität in den Vordergrund stellen. (red)

Quelle: HNA

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